Mittwoch, 29. Dezember 2021

Von Glücksbringern und Schornsteinfegern


In meiner Kindheit wurde ich manchmal Zeuge eines seltsamen Rituals. Immer dann, wenn meine Mutter einem Schornsteinfeger begegnete, lief sie direkt auf ihn zu, packte ihn am Arm und murmelte: Schornsteinfeger Glück, Glück, Glück. Eins, zwei, drei, vier, das Glück gehört mir. Ich muss zugeben, das ich als kleines Kind beim Beiwohnen dieses Attentats im ersten Moment ziemlich verwirrt war. Später wurde mir dann erklärt, ein Schornsteinfeger bringt Glück. Damit das Glück von dem Mann auf einen anderen Menschen übergehen kann, muss man ihn allerdings anfassen. Ich verstand das alles nicht wirklich, aber meine Mutter glaubte fest daran. Ich habe mich gefragt, wieso denn ausgerechnet so ein russiger Mann Glück bringen soll. Mir fiel auch auf, dass oft kurz vor Silvester Schornsteinfeger aus Pfeifenreinigern gefertigt in den Supermärkten angeboten wurden. Aber wieso und warum ausgerechnet an Silvester? Oft wird der Beginn eines neuen Jahres zum Anlass genommen, sein Leben zu überdenken, eine Bilanz zu ziehen und mit guten Vorsätzen das neue Jahr einzuläuten. Hier ist der gute Wille durchaus ernst gemeint und lobenswert, mit der Disziplin, diesen dann auch in die Tat umzusetzen ist es dann aber oft so eine Sache. Spontan fällt mir ein Zitat von Konfuzius ein: Am Baum der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte. Anders ist es mit dem Glauben an eine Vielzahl von Glücksbringern, die uns immer wieder zum Jahreswechsel in das neue Jahr begleiten. So glaubt man, dass der Schornsteinfeger Glück bringen soll. 

Seinen Ursprung hat dieser Glaube im Mittelalter. Die Häuser waren damals überwiegend aus Holz gebaut, was den Nachteil hatte, dass sie leichter Feuer fingen. Der Schornsteinfeger zog als Handwerksgeselle umher und hielt die Schornsteine sauber und schützte so mit seiner Arbeit die heimischen vier Wände. War der Schornstein sauber, konnte geheizt und gekocht werden. Der Schornsteinfeger brachte somit Sicherheit für die Bevölkerung und Glück ins Haus. Man sagte auch, dass etwas Asche vom Kaminkehrer ins Gesicht geschmiert das Glück herbeirufen sollte. Aber der Schornsteinfeger hatte auch etwas Magisches, denn mit seiner schwarzen Kleidung und dem russigen Gesicht glaubte man, dass er böse Geister hervorrufen und unter Umständen sogar den Teufel bezwingen könne. Früher waren die Menschen sehr abergläubisch und so wollte man sich lieber mit dem schwarzen Mann verbünden, damit er einem wohl gesonnen ist. Man ging also auf Tuchfühlung, fasste ihn an und hatte das Glück auf seiner Seite. Das Schornsteinfegerhandwerk hat Recherchen zufolge seinen Ursprung in Italien. Die Gesellen wanderten über die Alpen und gelangten so auch nach Deutschland. Urkunden belegen, dass es schon im Mittelalter eine Schornsteinfegerzunft gegeben hat. Nicht selten wurde diese Berufsgruppe künstlerisch in Form von Kupferstichen und Radierungen festgehalten. Der Schornsteinfeger trägt auch heute noch die traditionelle Berufskleidung von damals.


 

Freitag, 24. Dezember 2021

Frohe Weihnachten


Liebe Kunden,

wieder geht ein Jahr zu Ende. Wir bedanken uns für Eure Treue und wünschen Euch all die zeitlosen Schätze der Weihnacht. Die Wärme des Zuhauses, die Liebe der Familie und die Gesellschaft guter Freunde. Bleibt gesund, wir sehen uns im neuen Jahr mit vielen neuen Entwürfen. Ihr dürft gespannt sein.

Von Herzen Anja und die Needful Friends


 

Dienstag, 21. Dezember 2021

Melchior...ein Weihnachtsbär


Jedes Jahr rennt die Weihnachtszeit in geradezu Lichtgeschwindigkeit an uns vorbei. Die Balance zwischen Bestellungen und Shopangeboten ist oft eine Gratwanderung und die Zeit reicht niemals aus, um alles umzusetzen, was mir im Kopf an Entwürfen vorschwebt. Dennoch hatten wir ein paar weihnachtliche Shopangebote für euch parat. Für Späteinkäufer haben wir nun heute das letzte Shopangebot vor Weihnachten eingestellt. Melchior ist wie seine Brüder auch 25 cm groß und kommt ebenfalls mit Geschenktüte und Weihnachtsschmuck ins neue Heim. Entscheidet schnell, der Postweg ist die letzten Tage vor Weihnachten immer unberechenbar. 


 

Freitag, 17. Dezember 2021

BALTHASAR...ein Weihnachtsbär


In genau einer Woche ist Heiligabend und in der Bärenwerkstatt entstehen noch die letzten weihnachtlichen Bären und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Heute entstand nach Caspar wieder ein ganz besonderer Bär nach dem Vorbild der alten Steiff Bären der frühen Gründerjahre. Balthasar ist ein ganz zarter und filigraner Bär und wurde aus Sparsemohair gefertigt, das entgegen seinem Vorgänger nicht antibehandelt sondern ganz klassisch naturbelassen wurde. Dennoch hat dieser Bär den Charakter eines alten Bären. Seine Körperhaltung macht diesen mit Holzwolle gestopften Bären zu einem Klassiker. Das Köpfchen wackelt sanft hin und her, wenn man den Bären in die Hand nimmt. Sein Ausdruck ist nachdenklich aber auch fröhlich, er ist sehr wandlungsfähig. Sein beige-honigfarbenes Fell bildet mit der braunen Seidenschleife ein sehr harmonisches Bild. Der 25 cm große Bär kommt mit Geschenktüte ins neue Heim, die mit weihnachtlicher Dekoration gefüllt ist. 



 

Mittwoch, 15. Dezember 2021

CASPAR...ein Weihnachtsbär


In einer Woche ist Heiligabend und in der Bärenwerkstatt läuft die Nähmaschine auf Hochtouren. Die letzten Shopangebote und Bestellungen müssen fertig gestellt werden und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Heute entstand ein ganz besonderer Bär nach dem Vorbild der alten Steiff Bären der frühen Gründerjahre. Caspar ist ein ganz zarter und filigraner Bär und wurde aus Sparsemohair gefertigt, das gerupft und antibehandelt wurde und hat den Charakter eines richtig alten Bären. Sein Köpfchen wackelt sanft hin und her, wenn man den Bären in die Hand nimmt. Sein Ausdruck ist leicht melancholisch aber auch wieder leicht fröhlich, er ist sehr wandlungsfähig. Sein rostbraunes Fell ist selten und nur schwer zu bekommen. Der 25 cm große Bär hat sich weihnachtlich herausgeputzt und trägt eine rote Seidenschleife. Caspar kommt mit Geschenktüte ins neue Heim, die mit weihnachtlicher Dekoration gefüllt ist. 



 

Montag, 6. Dezember 2021

Ein RUDOLF zum Nikolaustag


Guter Nikolaus, komm in unser Haus, triffst ein Kindlein an, das ein Sprüchlein kann und schön folgen will! Halte bei uns still, schütt dein Säcklein aus, guter Nikolaus. Ach, du lieber Nikolaus komm doch einmal in mein Haus! Hab´ so lang an dich gedacht! Hast du mir auch was mitgebracht?

Heute am Nikolaustag hat der kleine Rudolf es gerade noch rechtzeitig in den Shop geschafft. Da wir schon einen Nikolaus im Angebot hatten, kommt heute einmal ein ganz neuer Bär mit einer Rentiermütze. Da liegt der Name Rudolf geradezu auf der Hand, auch wenn der Bär keine rote Nase hat. Der Festtag des heiligen Nikolaus, der 6. Dezember ist ein kirchlicher Feiertag mit vielen Bräuchen. Es ist vor allem ein Tag der Kinder, da Nikolaus seit Jahrhunderten als Wohltäter der Kinder verehrt wird; das Brauchtum zum Nikolaustag ist aber regional äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Am 6. Dezember war verbindlich die Stelle Matthäus 25,14-23 LUT vorgesehen. Dort wurde das Gleichnis der Talente erzählt: Drei Knechten wurde jeweils ein Geldstück, ein Talent, anvertraut. Nach der Rückkehr des Herrn musste jeder Rechenschaft ablegen, was er mit dem Geld gemacht hatte. Der bekannte Brauch der Befragung der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien, geht auf diese Praxis zurück. Der Einlegebrauch, d. h. das nächtliche Füllen der Schuhe oder Tütchen, basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die nachts vom heiligen Nikolaus beschenkt wurden. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt. In mittelalterlichen Klosterschulen gab es den Brauch, dass die Kinder sich am Nikolaustag einen „Kinderbischof“ aus ihren Reihen wählen durften. Nach dem Prinzip der verkehrten Welt predigte er den Erwachsenen und durfte ihr Verhalten tadeln. An einigen Orten blieb er bis zum 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder, im „Amt“. 

Oft werden Kinder angehalten, ihre Geschenkwünsche auf einem Wunschzettel festzuhalten. Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an St. Nikolaus. Diese werden in extra eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet. Schiffchensetzen nennt man den seit dem 15. Jahrhundert bekannten Brauch, bei welchem aus Papier oder anderem Material Nikolausschiffe gebastelt werden, in die der Heilige seine Gaben legen soll. Hintergrund für diesen Brauch dürfte das Schifferpatronat sein. Auch heute noch findet sich auf vielen Handelsschiffen ein Bildnis des St. Nikolaus. Das Nikolausschiffchen wurde später durch Stiefel, Schuh oder Strumpf abgelöst, zu denen später noch der Gabenteller hinzukam. Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Nüssen, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen usw. füllen kann. Indessen bringt der Nikolaus nicht nur Geschenke: In vielen Erzählvarianten beschenkt und lobt er die guten Kinder, während er die bösen tadelt und durch Schläge mit einer Rute bestraft. Welche Kinder im letzten Jahr gut und welche böse waren, liest er in seinem „goldenen Buch“. Viele Eltern laden ehrenamtliche oder bezahlte Nikolause ein, den Kindern zu Hause eine derartige „Predigt“ zu halten, die jedoch stets mit einer Bescherung endet. Als Furcht einflößenden Gehilfen bekam der heilige Nikolaus in verschiedenen Ländern Begleiter zur Seite gestellt, in Deutschland Knecht Ruprecht, in Frankreich Père Fouettard, in der Schweiz Schmutzli, in Österreich, Bayern und Kroatien Krampus, in Luxemburg den Housecker, in den Niederlanden den Zwarte Piet, der einen gezähmten Teufel darstellen soll

Generell ist jedoch der Nikolaus, der uns aus der Schulzeit noch als Bischof von Myra bekannt ist, ein milder und wohltätiger Mann, der es mit den Kindern und Armen stets gut meint. Wir bieten jedes Jahr einen Nikolaus an, der sich alljährlich nicht nur in neuem Kleid sondern auch mit ganz neuem Ausdruck zeigt. Jeder Nikolaus ist ein Unikat, das mit viel Liebe zum Detail hergestellt wird. Auch Rudolf ist mit viel Liebe gefertigt. Der Bär ist 15 cm groß und trägt eine Rentier Strickmütze. Er kommt in einer Geschenktüte ins neue Heim, das auch mit Schokolade gefüllt ist.