Mittwoch, 24. Februar 2016

Von Frühlingsboten und Bären...



...ach, wenn es doch nur schon Frühling wär` ... Schnee oder morgendlicher Frost begeistern uns ebenso wenig wie Sturm und Regen, auch wenn die Tage allmählich länger werden, unsere Hoffnung auf Sonne scheint zunächst vergeblich. Es scheint als müssten wir uns noch etwas gedulden und so bleibt uns erstmal nur die Hoffnung auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. In der Needful Friends Bärenwerkstatt haben wir uns daher gedacht, kommt der Frühling nicht zu uns, holen wir uns den Frühling ins Haus…so entstand Erasmus, ein primitiver Bär stark antikbehandelt mit roter Vintageweste. Er ist 19 cm groß und heisst schon einmal die kleinen Küken willkommen, die nach und nach aus ihren Eiern schlüpfen. Erasmus hat den Ausdruck und Charakter eines richtig alten Bären und entstand in neuer Größe und leicht überarbeitetem Schnittmuster mit schlanker Halspartie als Pendant zu seinem runden Köpfchen. Ein sehr ausdrucksstarker Bär.

Freitag, 19. Februar 2016

Nachkriegsbär Rupert mit Kopfmittelnaht...



Die Nachkriegsjahre veränderten nach dem 1. Weltkrieg das Leben der Menschen entscheidend. Entbehrungen, Lebensmittelkrise und Armut waren die Folgen. Nur langsam fand man zum Alltag zurück. Auch für die Hersteller des plüschigen Freundes brachten die Nachkriegsjahre zunächst absoluten Stillstand. Das Grundmaterial...Mohair zum Weben der Felle wurde aus England bezogen, die Einfuhren waren gestoppt, man musste auf Vorräte zurückgreifen, die aber schnell aufgebraucht waren...es herrschte sowohl Mangel an Arbeitskräften als auch an Rohstoffen. Die Produktion wurde aus der Not heraus auf Kunstseidenplüsch und Deckenstoffe umgestellt. Die Produktion wurde möglichst gering gehalten und der begehrte Bär bis Kriegsende in nur wenigen Farben angeboten. In diesen Zeiten war nicht nur kostbarer Mohairplüsch selten, man musste auch sehr sparsam mit den Materialien umgehen...millimetergenau wurden die einzelnen Fellteilchen nach Schnittmuster zugeschnitten, Verschnitt oder Reststücke waren unakzeptabel. Daher hatten nur sehr wenige Bären eine sogenannte Kopfmittelnaht, die sich aus dem "Sparschnitt" ergab, indem das Kopfmittelteil einfach in zwei Teilen am Stoffende zugeschnitten und später zusammengenäht wurde. In der Blütezeit der Sammeljahre waren gerade diese Bären besonders begehrt, da es nur sehr wenige dieser Mittelnahtbären auf dem Markt gegeben hatte...und noch weniger von Ihnen hatten die Kriegsjahre überlebt. In vielen Auktionskatalogen wurde später explizit auf die Kopfmittelnaht hingewiesen, da diese Bären aufgrund der seinerzeit sehr geringen Stückzahl unter Sammlern besonders begehrt waren. Unser Rupert trägt seine Kopfmittelnaht dahingegen nicht aus Ersparnisgründen sondern ist vielmehr eine Erinnerung an diese besonderen Jahre in der Bärenproduktion. Mit seinen gerade 20 cm ist  Rupert  der kleinste Bär in der Revival Kollektion.

Montag, 15. Februar 2016

...gestatten, mein Name ist HASE...HERR VON HASE...



...gestatten, mein Name ist Hase...Herr von Hase...Sie haben die Ehre. Ich könnt´ nicht behaupten, von nichts zu wissen, auch wenn mein Name Selbiges vermuten liesse...fürwahr ist`s nur eine törichte Redensart, die ich...in aller Bescheidenheit…mir erlaube zu erwähnen. Auf den Juristen Victor von Hase ginge sie zurück, der in einer Gerichtsverhandlung, in deren Verlauf er anno 1855 höchstselbst später der Fluchthilfe eines Kommilitonen bezichtigt wurde, diese Rede zu äußern von sich gab. Selbiger hatte im Ehrenhändel des Duells einen Gegner getötet und sich mithilfe des Studentenausweises von Hase die Flucht nach Frankreich ermöglicht. Diese Redensart fand dann recht schnell Einzug in den Sprachgebrauch der studentischen Burschenschaften und wurde alsbald auch in humorvoller Art und Weise mit meinem Namen Hase in Verbindung gebracht. Aber...fürwahr...ich schweife ab. Geruhen Sie sich nun von mir zu den großen Kulturen an den Nil entführen zu lassen und lauschen sie den Ausführungen über Ostern, bunte Eier und die Frage, was es mit meinem hochverehrten Name Hase in jenem Zusammenhange wohl auf sich hätt`...
Die ganze Ostergeschichte könnt ihr auf der Seite Feste und Feiertage lesen.