Freitag, 23. September 2016

JURIJ und das Schicksal der Tanzbären...


Früher waren Menschenleben nicht viel Wert, ein Tierleben hatte eigentlich gar keinen Wert, jedenfalls nicht aus Ethischer Sicht. Tiere waren über Jahrtausende Handelswaren, Lebensmittel oder dienten der Unterhaltung. So haben sich fahrende Schausteller schon im Mittelalter Tiere zueigen gemacht, um sie abzurichten und im Rahmen eines Unterhaltungsprogramms einzusetzen. Tanzbären sind ein gutes Beispiel niedrigsten Umgangs mit Geschöpfen Gottes. Auf glühenden Kohlen wurden sie abgerichtet und waren gezwungen ihre Pfoten im Wechsel anzuheben, um starken Verbrennungen zu Entkommen. Das Ganze geschah zum Spiel einer bestimmten Melodie, die dann später nur gespielt werden musste, um in dem Bären die Erinnerung an den Schmerz wachzurufen und er fing wieder an tanzähnliche Bewegungen zu machen. Bis heute haben sich gerade in ärmlichen Regionen selbst in Europa diese Traditionen gehalten. Rumänien, Bulgarien und Russland sind nur einige Beispiele. Im Jahre 2007 wurden in einer großen Tierschutzaktion die letzten Tanzbären im Tierpark Belitza an den Tierschutz übergeben. 

Leid gibt es leider überall auf der Welt bis heute...so werden Bären unter engsten und schlechtesten Bedingungen gehalten, um Besucher und Gäste anzulocken. Nachrichten und Zeitungen berichten von den traurigsten Bären der Welt, die ein unwürdiges Dasein fristen müssen oft bis an ihr Lebensende, denn nur die Wenigsten schaffen es in die Freiheit. Der Kampf der Tierschützer ist beispielhaft und fr jedes Tier, das befreit wird, ist es alle Mühe wert. Der Trend geht sogar weg von Tierhaltung im Zirkus und immer mehr Städte und Gemeinden ziehen mit und verbieten den Aufbau der Zirkus, der mit lebenden Tieren arbeitet. Unser Jurij steht sinnbildlich für alle Bären, die es verdient haben, mit Respekt und Würde behandelt zu werden. Der Bär trägt ein Lederhalsband mit Leine und alter Schelle. Für 1 $ wirbt er um Nähe und Liebe...um am Ende freigekauft und geliebt zu werden. Jurij ist 20 cm groß und wurde aufwändig antikbehandelt. Sein Charakter zeigt einen Bären, der schon viel erlebt und mitgemacht hat und am Ende stellt er fest, dass alles Geld der Welt die Liebe nicht aufwiegen kann...all you need is love...


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