Freitag, 28. September 2012

Amors Pfeil...


Amor´s Pfeil trifft völlig unerwartet mitten ins Herz...so sagt man. Lee Hazlewood, der unter dem Künstlernamen Leapy Lee weltberühmt wurde, sang 1968...There's a boy--a little boy--shooting arrows in the blue and he's aiming them at someone but the question is at who...is it me or is it you? It's hard to tell until you're hit, but you'll know it when they hit you ‘cause they hurt a little bit...



Sich verlieben ist ein intensives Gefühl großer Zuneigung, das von einer Einengung des Bewusstseins begleitet wird. Verlieben wir uns, so betrachten wir unser Objekt der Zuneigung nicht mehr objektiv, wir sind geradezu geblendet...schweben auf rosaroten Wolken oder sind im siebten Himmel...ein starkes Gefühl, das uns geradezu die Sinne raubt.



Amor, der Gott der Liebe, in der römischen Mythologie als Jüngling dargestellt, tritt mit Pfeil und Bogen ausgestattet als Verführer in Aktion, trifft mit seinen Pfeilen mitten ins Herz und seine Opfer verlieben sich willenlos. Some folks run and others hide, but there is nothing they can do and some folks put on armor, but the arrows go straight through. so you see, there's no escape, so why not face it and admit, that you love those little arrows when they hurt a little bit...so Leapy Lee.



Wenn wir von Amors Pfeil getroffen werden, so empfinden wir den Zustand der Verliebtheit, bedingt durch die Dopamin und Serotonin Aussschüttung unseres Gehirns, als ausserordentliches Glücksgefühl. Glückshormone lassen unser Herz bis zum Hals klopfen...unser Amor ist nicht nur ein Liebesbote, sondern auch ein Bär, bei dessen Anblick nicht nur Liebhaber und Sammler Herzklopfen bekommen...Glückshormone sind garantiert. Jetzt neu im

Montag, 24. September 2012

...ein Männlein steht im Walde...


Pfifferlinge, Steinpilze, Champignons...Herbst und Pilze...das passt einfach zusammen...jetzt ist wieder Hochsaison. Das feuchte Klima gepaart mit den letzten wärmenden Sonnenstrahlen lassen sie wieder sprichwörtlich aus dem Boden schiessen...der Fruchtkörper der Pilze ist es, der uns in die Wälder lockt und den typischen Herbstgeruch verbreitet. Die aromatischen Waldgenossen, die sich jetzt auf so vielen Speisekarten und Tellern tummeln, sind irgendwie sonderbare Geschöpfe. Lange galten sie als Pflanzen aber dafür fehlen ihnen wichtige Eigenschaften...ihre Zellwände bestehen nicht aus Zellulose sondern wie bei Insekten aus Chitin. Es fehlt ihnen Chlorophyll weshalb sie aus Licht weder Kohlendioxid noch Kohlenhydrate herstellen können und daher auf andere Pflanzen angewiesen sind.



Die Fruchtkörper, die auf dem Waldboden spriessen sind nur ein Bruchteil des eigentlichen Pilzes, der zudem aus einem feinen unterirdisch verzweigten Geflecht besteht, das der Nährstoffzufuhr dient. Die Delikatesse Pilz dient lediglich dazu, Sporen zur Ausbreitung auf dem Waldboden zu verteilen. Viele Pilze gehen eine Lebensgemeinschaft mit Bäumen ein, die sie mit Nährstoffen aus tiefen Bodenschichten versorgen, manche Pilzarten zersetzen abgestorbenes Material und halten so den Wald sauber...und sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Tier und Mensch. Ganz besonders aromatisch sind die Edelpilze, zu denen der Maronenröhrling, der Steinpilz, Kräuterseitling und ganz besonders der Trüffelpilz zählt, der unterirdisch wächst und zu den teuersten und kulinarisch wertvollsten Pilzen gehört. Der braune Kräuterseitling...wie unser Funghi...ist ein sogenannter Schmarotzer, der im Gegensatz zu den meinsten holzbewohnenden Seitlingsarten auf krautigen Pflanzen wächst. Der Fruchtkörper wächst im Freiland bis zu 12 cm hoch, der Pilz ist weiß mit mattbraunem, feinfilzigen Hut.



Edelpilze unterscheiden sich optisch oft nur geringfügig von den giftigen Pilzsorten. Daher ist es besonders wichtig, dass man Leckerbissen von Giftzwergen unterscheiden kann...unser Funghi rät daher zur Vorsicht...schmeckt der Pilz mild, ist er essbar, schmeckt er scharf, ist er giftig. Der Kräuterseitling stammt aus der aktuellen Herbstkollektion und ist nur in der Pilzsaison lieferbar. Jetzt neu im

Dienstag, 18. September 2012

O`zapft is...


...das Oktoberfest in München ist eines der größten Volksfeste der Welt...seit 1810 heisst es jedes Jahr auf der Theresienwiese...O´zapft is...klingt eher chinesisch, ist aber der Inbegriff bayrischer Pseudo-Gemütlichkeit. Etwa 6 Millionen Menschen besuchen jährlich die Wies`n auf der ein spezielles Bier...Wies`n Märzen...mit mehr Stammwürze und einem Alkoholgehalt von 6-7% ausgeschenkt wird...


War es zu Anfang ein nobles Prinzenpaar, das dieses Fest aus der Taufe hob, so ist es heute ein weltweit bekanntes Spectaculum geworden. So gesehen ist es gar nicht verwunderlich, dass das Anzapfen in bayrischer Mundart nach einer fernöstlichen Sprache klingt, denn mittlerweile fühlen sich die Touristen aus Fernost stilgerecht mit Lederhos`n und Gamsbarthut in den Bierzelten auf der Wies`n genau so wohl wie in ihren heimatlichen Tempeln und Gefilden.


Alles begann vor 200 Jahren mit einer eigentlich recht unbedeutenden Hochzeit zwischen einem Bayern und einer Sächsin...aus der Vermählung mit Volksbelustigung und Pferderennen hat sich ein farbenfrohes Fest entwickelt, das traditionsgemäß von Ende September bis zum ersten Oktoberwochenende abgehalten wird. Schon 1878 entschieden die Stadtväter, das Fest in den noch etwas wärmeren Altweibersommer vorzuverlegen. Der Faßanstich ist Tradition und die erste Maß Bier gezapft vom Münchener Stadtoberhaupt gehört dem Ministerpräsidenten. Bis heute ist das Oktoberfest für viele der Inbegriff guten Brauchtums und gelebter Tradition und in Bayern gibt es keine Frau, die in einem schmucken Dirndl nicht weiblicher wirkt als im Original, egal wie viel Holz sie vor der Hütt´n hat...


...es gab Zeiten, da saßen die Menschen noch gesittet auf Bänken und prosteten sich zu...heute ist die Masse kaum zu bremsen...zum alljährlich gewählten Wies`n Hit tanzt man auf den Tischen bis zum Umfallen...kein Wunder, dass die Münchener Schickeria in den Promilogen lieber unter sich bleibt...man will natürlich gesehen werden und trifft sich beim Käfer oder im Hippodrom und wer etwas auf sich hält schlürft statt Bier lieber Champagner aus kleinen Steinkrügen. Ob unten im Festzelt, auf den Tischen oder in den Promilogen...zum Oktoberfest putzt man sich heraus...die Wies`n Tracht unterstreicht einfach das Zusammengehörigkeitsgefühl...seit dem großen Aufschwung der Trachtenmode vor etwa 20 Jahren gibt es keinen Wies`n Besucher ohne Lederhos`n und kein Mädel ohne Dirndl...dabei ist es von großer Bedeutung, auf welcher Seite sie die Schleife bindet, denn auf der Wies`n lässt es sich natürlich auch herrlich "anbandeln"...trägt sie die Schleife links, ist sie noch frei...trägt sie sie rechts, ist sie in festen Händen...


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