Dienstag, 17. April 2012

...von frühen Erbsen und anderen Hülsenfrüchten...


...die Zuckerschote, Kaiserschote oder Zuckererbse…in Italien kennt man sie unter dem Namen neve piselli, die Schweizer nennen das grüne Gemüse Kefe und die Engländer haben sich für ein schlichtes „pea pod“ entschieden und in Frankreich nennt man sie „Pois mange-tout“ …zählt als Schmetterlingsblütler zur Familie der Hülsenfrüchte. Man kann sich in der Frühlingszeit kein Wok-Gericht ohne sie vorstellen…mit ihrer herrlichen Süße ist sie ein absolutes muss in der leichten Frühlingsküche. Die Zuckerschote wird besonders früh geerntet, noch bevor sie die sonst vorhandene ungenießbare Pergamentschicht an der Innenseite der Hülse entwickelt. Sie wird als ganze Hülsenfrucht gegessen und unterscheidet sich so von der herkömmlichen Erbse.


Die kleine köstliche Schote kann sogar roh verspeist werden und eignet sich nicht nur als köstliche Beilage sondern auch hervorragend als knackige Salatzugabe. Zuckerschoten kannte man als wahre Delikatesse schon zur Zeit Ludwig XIV. Der französische König war ein leidenschaftlicher Erbsen-Esser und während getrocknete Erbsen bereist als Volksnahrung galten, waren die süßen Frischen zunächst allein dem Adel vorbehalten.


Zuckerschoten werden im Frühjahr zeitgleich mit Spargel und jungen Möhren etwa 2 Monate lang in drei verschiedenen Qualitäten im Handel angeboten…sie haben somit eine recht kurze Saison, weshalb sie nicht gerade billlig in den Handel kommen. Vielmehr ist sie die teuerste jedoch auch wohlschmeckendste Erbsenart, die allerdings nur frisch geerntet wirklich lecker ist. Höchstens 2 Tage gekühlt gelagert, hat sie einen hohen Vitamin B und C Gehalt und enthält viel Phosphor, Magnesium und Eisen.


Zuckerschoten sollten keinesfalls gekocht werden, das macht sie matschig und verdirbt den knackigen Genuss vollkommen…besser dünstet man sie ganz leicht mit etwas Salz und zerkleinertem Kerbel in Butter, nachdem der Stielansatz und die Spitze der Schoten abgeschnitten wurden. So ist sie eine einfach köstliche Beilage zu beinahe allen denkbaren Gerichten. Unsere kleine frühe Erbse ist zwar nicht zum Verzehr geeignet…dennoch nicht minder knackig und hält sie sich gegenüber ihrer Hülsenfamilie das ganze Jahr frisch…wie die Zuckerschote hat auch unsere neve piselli eine ganz kurze Saison und ist ganz sicher auch für Lieberhaber eine wahre Delikatesse...jetzt neu im



Montag, 2. April 2012

Hanami...ein Land sieht rosa...


...sie sind seidenweich, nur halb so groß wie ein Daumen und stellen jedes Jahr ganz Japan auf den Kopf...die Kirschblüten. Zwischen Ende März und Anfang April, wenn der Frühling beginnt, versetzt diese Blüte, die keine essbaren Früchte trägt, ganz Japan in einen Ausnahmezustand. Besonders in Tokio werden die Kirschblüten zwei Wochen lang bestaunt, im Sekundentakt fotografiert und in den Parks ausgelassen im Rahmen der Sake-Partys gefeiert.



...Die Sakura...Kirschblüte ist ein Massenereignis, das alle Japaner mobilisiert und scharenweise Touristen anzieht. Wenn das Kirschblütenfest...Hanami gefeiert wird, zieht es das ganze Land in die Natur...ausgerüstet mit Decken, Lunchkörben und reichlich Sake versammelt man sich zu einem Picknick unter den Kirschbäumen, nicht selten begleitet von Instumenten und Gesang.



...Zeitungen und Medien berichten vom Stand der Blüte...im Fernsehen laufen täglich Sondersendungen zu diesem Ereignis und viele Zuschauer senden Fotos von ihren schönsten Kirschblüten ein, die von den Moderatoren mit respektvollen Ah`s und Oh`s kommentiert werden. In dieser Zeit sind Geschäfte, Büros und Studios hellrosa dekoriert...ja selbst Sushi wird so kunstvoll gefüllt, dass man im Querschnitt einen Kirschbaum erkennen kann.



...Auch in Deutschland wird Hanami immer beliebter...häufig von den Deutsch-Japanischen-Gesellschaften organisiert, gibt es von Ende April bis Anfang Mai in vielen Städten unterschiedlich große Hanami Feste. Das größte Hanami in Deutschland findet seit 1968 in Hamburg als Dank der japanischen Gemeinde Nihonjinkai statt, zu dem sich jedes Jahr zehntausende Menschen an der Alster versammeln und das traditionell mit einem großen Feuerwerk beendet wird.



...die Sakura dauert nur etwa zehn Tage...diese Blütezeit symbolisiert in Japan die verschiedenen Stufen des Lebens und verkörpert das Aufblühen und die Schönheit des Lebens bis hin zur Vergänglichkeit und dem Tod. Ein japanisches Sprichwort sagt...hana yori dango...Brot geht vor Schönheit...und soll deutlich machen, dass...wie die Blüte...alles Schöne vergänglich ist und auch Hanami mehr ist als Sake und gutes Essen. Unsere kleine Misaki...schöne Blüte...ist wie die japanische Kirsche nicht essbar aber dafür ihre Schönheit auch nicht vergänglich...jetzt neu im