
...es war einmal ein junges Mädchen namens Thusnelda...sie war dieTochter des Cheruskerfürsten Segestes, auch Sigigast genannt, und die Gemahlin des Cheruskerfürsten Arminius. Arminius oder Armin war der Sieger der Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 nach Christus...die Schlacht im Teutoburger Wald war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen den Germanen und dem römischen Reich.
...Thusneldas Vater und Onkel Sigmar, ebenfalls ein Cherukserfürst, einigten sich früh darauf, dass ihre Kinder Thusnelda und Armin füreinander bestimmt seien...dann die Wende.
...Während des sechsjährigen Krieges zwischen Römern und Germanen kämpfte Sigmar für die Unabhängigkeit seines kleinen Landes, während Segestes auf die Seite der Feinde trat. Dies führte dazu, dass Segestes für seine Tochter einen anderen Gemahl bestimmte. Aber Thusnelda liebte Armin und weigerte sich, den vom Vater auserkorenen Bräutigam zu heiraten...Armin raubte seine Thusnelda vom väterlichen Herd weg und sie wurde schließlich doch seine Frau.
...aber das Glück hielt nicht lang...Segestes überfiel den vereinsamten Hof seines Schwiegersohnes Armin, der gerade mit seinem Heer gegen die Römer zog, und entführte seine Tochter Thusnelda auf seine Burg...Als Armin davon erfuhr, eilte er zurück, belagerte die Burg von Segestes, musste jedoch wegen der römischen Übermacht das Feld räumen.
...im Verlauf der weiteren Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen wurde die Schwangere von ihrem Vater als Geisel an Germanicus ausgeliefert und geriet so in Gefangenschaft des römischen Feldherrn. Thusnelda vergoss keine Träne als sie tapfer mit ihrem kleinen Sohn auf dem Arm hinter dem Prunkwagen des Triumphators begafft durch johlenden Pöbel am Straßenrand als Gefangene durch Rom schreiten musste.
...Ihr Vater sah ihr dabei auf der Tribüne zu...über das weitere Schicksal von Thusnelda ist nichts bekannt. Armin wurde, als er zu mächtig wurde, vom Adel enthoben und von Verwandten umgebracht.

...eine schlimme Zeit nicht wahr? ...eine tapfere Frau die Thusnelda...wie kam es dazu, daß ihr Name später so negativ benetzt zu Tusnelda und später zur Tussi entartete...
...in Heinrich von Kleists "Die Hermannsschlacht" war die Tusnelda zum ersten Mal negativ behaftet, da dieses Werk über lange Zeit zur Schulliteratur gehörte und Thusnelda für pubertierende Pennäler geradezu verlockend dazu einlud zur Tussi degradiert zu werden... ...Varianten des Namens wie Tusnelde und Tussinhilda führten möglicherweise ebenfalls zu Kurzformen wie Tussi...die dann im Laufe der Zeit in unseren Sprachgebrauch übergegangen ist... Tusnelda wurde von nun an schnell zur Bezeichnung für weibliches Hauspersonal und später dann für zickige Ehefrauen und hochnäsige junge Mädchen. Aus Tusnelda entstand dann später die Tussi.
...oft sind Dummheit, Oberflächlichkeit und Arroganz Eigenschaften, die man einer Tussi nachsagt... „tussiges“ Verhalten wird oft Teenagern und jungen Frauen zugesprochen, die durch ihre zickige Art auffallen, was möglicherweise mit der Unsicherheit junger Leute zu tun hat, die ihren Stil und ihre Identität noch nicht so recht gefunden haben...unsere Thusnelda wartet stilsicher und selbstbewusst auf ein Zuhause...jetzt im
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