Dienstag, 15. November 2011

Koichi...die heilige Elisabeth und der Andreastag


...auf St. Martin fängt der Winter an...so beginnt ein altes Trinklied...gesungen wird auch von dem Mantel, den er mit seinem Schwert halbiert und in einer kalten Winternacht mit einem Bettler teilt...Martin, der selbst ein armer Mann war und in tätiger Nächstenliebe handelte, soll dann Nachts im Traum Christus im halben Mantel erschienen sein...was Martin zum Christentum bekehrte...so die Legende. Viele Bräuche rund um das Martinsfest haben sich seit vielen Jahrhunderten gehalten. Große Freude bringt St. Martin am 11. November den Kindern…rabimmel, rabammel, rabumm heisst es jedes Jahr, wenn sie mit ihren Laternen, die früher aus Rüben und Kürbisköpfen geschnitzt wurden, durch die Dörfer und um die Häuser ziehen...oft begleitet von Roß und Reiter und dem traditionellen Martinsfeuer. Früher war St. Martin ein Bauernfeiertag zum Wechsel des Wirtschaftsjahres. Das Vieh wurde in die Ställe gebracht, die Schlachtsaison begann...Wintervorräte wurden angelegt.


Der heiligen Elisabeth gedenken wir am 19. November, die als Tochter des ungarischen Königs Andreas II im Jahre 1207 geboren wurde. Sie war erst 1 Jahr alt, als sie mit dem späteren Landgrafen von Thüringen und Hessen Ludwig IV verlobt wurde. Ihre Kindheit verbrachte sie in großem Wohlstand auf der Wartburg, bis sie schließlich im zarten Alter von 14 Jahren verheiratet wurde. Schon früh erkannte sie den schmerzlichen Widerspruch zwischen dem Luxus der höfischen Gesellschaft und der bedrückenden Armut des einfachen Volkes und setzte sich auf vielfache Weise für die Minderung der Not in ihrem Land ein.

Sie errichtete Armen- und Krankenhäuser und fiel in der eigenen Familie in große Ungnade, als sie zur großen Hungersnot 1225 die burgeigenen Kornkammern öffnen ließ, um die Vorräte an die Armen zu verteilen. Als ihr Mann 2 Jahre später auf einem Kreuzzug starb, verbannte ihr Schwager sie mitsamt ihrer vier kleinen Kinder von der Burg. Die Rosenlegende erzählt, dass man sie mit einem Korb voll Brot mit einem Tuch bedeckt auf dem Weg ins Tal erwischte...aber als man das Tuch vom Korb riß, sah man den Korb überfüllt mit den herrlichsten Rosen. Elisabeth gründete nach großen Widerständen in Marburg das Franziskus-Spital und starb als Ordensfrau mit nur 24 Jahren. Am Elisabeth-Tag erinnert man sich seither der Heiliggesprochenen. Früher war es Tradition, an diesem Tag Almosenbrot zu backen und von den Wintervorräten Fleisch, Speck und Bier an die Armen zu verteilen



Friert´s am Kathrein, so friert der Winter ein...der ganze Winter, sagt man, wird so wie dieser Tag...der 25. November war somit ein Wetterorakel Tag...auch stand der Advent kurz bevor...wer bis zum Fest Lebkuchen, Gebäck und Stollen verschenken wollte, begann rechtzeitig mit der Weihnachtsbäckerei. Traditionell wurde früher auch der Teig für die Thorner Kathrinchen an diesem Tag angerührt, denn an Katharina gedachte man der heiliggesprochenen Märtyrerin, die als nicht nur sehr schöne sondern auch besonders kluge junge Frau 50 heidnische Philosophen zum Christentum bekehrt haben soll.

Die aus Alexandrien in Ägypten stammende Missionarin wurde von vielen verfolgt. Zu ihren Feinden gehörte auch der römische Kaiser Maxentius, dessen Gattin sie ebenfalls zum Christentum bekehrte, der sie daraufhin im Jahre 307 zum Tode durch Marter verurteilte und auf ein Rad flechten ließ, aber ein Blitz zerschlug das Rad und tötete eine große Schar umstehender Heiden, worauf der Henker Katharina auf der Stelle enthauptete...die Legende sagt, dass Engel die gefolterte Christin auf den Sinai holten, wo sie ihre letzte Ruhestätte gefunden haben soll. In Erinnerung an die grausame Tat werden die Kathrinchen in Form des Folterrades gebacken.



Der 30. November ist der letzte Tag des Kirchenjahres, weshalb er auch als Silvesternacht der Kirche bezeichnet wird. Mit diesem Tag sind im römisch-katholischen Glauben viele Silvesterbräuche wie das Orakel verbunden...das Bleigießen gehört ebenso zur Tradition, wie das Driften zweier Kerzen oder Walnußschalen in einer Schüssel...treffen sie zusammen, so gibt es eine Hochzeit. Dem heiligen Andreas, wird an diesem Tag gedacht, der am 30. November im Jahre 60 auf dem Peloponnes wegen seines Glaubens hingerichtet wurde. In der Bibel wird von ihm als Bruder Simons gesprochen...beide waren Fischer von Galiläa und wurden von Jesus zu Aposteln berufen. Andreas, der in Asien, Polen, Ungarn und Russland missionierte, gilt als Künder der Zukunft in Liebesdingen. Der wohl bekannteste Orakel-Brauch ist das Werfen von Apfelschalen über die Schulter...lässt sich aus den Schalenkringeln ein Anfangsbuchstabe erkennen, so lässt sich daraus der Name des Zukünftigen ablesen.



Viele dieser Bräuche lassen erkennen, dass sich ein Jahr langsam dem Ende nähert, die Tage kürzer werden und das fehlende Licht durch Kerzen im Heim ausgeglichen wird. Der Beginn dieser vorweihnachtlichen Zeit ist der Adventskranz mit dem Entzünden der ersten Kerze...in Japan steht der Name Koichi für erstes Licht…und so soll auch der Bär, der gegen die erste klirrende Kälte mit einer warmen Mütze gerüstet ist, in seinen hellen freundlichen Farben Licht in sein neues Heim bringen und die dunkle Jahreszeit ein wenig versüßen...vielleicht ist er auch als Needful Friend ein Künder der Zukunft...sicher nicht nur in Liebesdingen...jetzt neu im


Kommentare:

ewuva hat gesagt…

cudowny

Tatkis hat gesagt…

Beautiful and cute bear!
Thank you for the piece of history!

Hugs,
Tatyana