Dienstag, 8. März 2011

über Rücktritte, Fehltritte und die Leichtigkeit des Seins als Politiker und Medienstar...


...den Wenigstens ist ja bekannt, dass auch ich aus einer Akademikerfamilie stamme. So haben Verwandte von mir über verschiedene Themen an renommierten Universitäten wie Schweinfurt, Eberswalde oder Rüsselsheim promoviert. Ich erinnere mich an eine spektakuläre Abhandlung meines Vetters Pikk von Porcus über die Rolle des Landsauenbundes, pardon Landfrauenbundes, im Kontext der Agrarsubventionen auf EU- Ebene. Spannend kann ich nur sagen. Wer sich damit beschäftigt lernt schnell: wer ehrlich bleibt, kriegt keine (EU -) Kohle. Aber hätte die Herr zu Guttenberg gebraucht? Wohl kaum, denn er kommt ja aus einem guten Stall. Er hatte ja auch eine hohe Messlatte an seine eigene Ehrlichkeit und Ehre gelegt. Nun hat er sich gefallen lassen müssen, dass man ihn auch daran misst. Schade ist es trotzdem. Ach, wie schön wäre es gewesen, wenn er und seine Stefanie die Sehnsucht der post- klimakteriellen Leserinnen des „Goldenen Blatts“, der „Gala“ oder der Rentner- Bravo, der „Apothekenrundschau“, nach einem Prinzenpaar wie in Schweden, England oder Holland hätte stillen können. Und nun das, selbst die Kanzlerin hat ihn fallen gelassen wie ein heißes Ferkelchen, pardon, heiße Kartoffel. Aber er ist ja – wie gesagt – wohl bestallt. Leidet weder Hunger noch Kälte und kann sich nun Frau und Töchtern widmen, die er ja schon neben der Parlamentsarbeit und der Doktorarbeit zeitgleich bei nur 24 pro Tag verfügbaren Stunden unter einen Hut bekommen hat.
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Aber – nun ´mal ehrlich – wer hat denn noch nie etwas „abgekupfert“? Wer hat noch nie einen „Spickzettel“ brennend wie eine Kohle in der Hosentasche bei der Klassenarbeit mitgeführt...aber Mitleid habe ich dafür in seinem Falle nicht. Er hat wohl unterschätzt, dass viele wie Trüffelschweine ganz tief graben um den roten, konservativen Apfel mit blitzblanken Bäckchen vom Baum fallen zu sehen. Keine Solidarität der Kolleginnen und Kollegen der politischen Führung, die halten die Füße still, vielleicht damit keiner bei Ihnen im Stall den Mist von unten nach oben kehrt. Es ist scheinbar typisch Deutsch, dass wir möglichst konturlose, unprätentiöse und schon gar nicht gutaussehende oder gut ankommenden Politikerinnen oder Politiker bevorzugen. Bloß nicht zulassen, dass es auch ´mal mediensichere und sympathische Frauen oder Männer als Volksvertreter geben könnte. Nein, das liegt der Bedenkenträger- und Neidgesellschaft unter dem Diktat der die Interessen der Öffentlichkeit angeblich wahrnehmenden Medien nicht. Nein, dass muss man zertreten. Eine ebenfalls von den Medien gescholtene und von der Öffentlichkeit danach wie eine „Sau durchs Dorf getriebene“ Persönlichkeit hat einmal gesagt, dass die Mittelmäßigkeit in unserem Lande nur ein Interesse habe, nämlich die Andersartigkeit auszurotten. Aber wir sind ja – gottlob – nur an Informationen von kurzer Halbwertszeit interessiert. Solange DSDS (Deutschland sucht das Superschwein) oder nachmittägliche Gerichtssendungen oder „Pig Brother“ ungebrochene Zuschauerzahlen haben, wird auch kaum jemanden den Medienstar zu Guttenberg und seine blonde Stefanie vermissen...Euer Eberhard von Porcus

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