Donnerstag, 15. Dezember 2011

Taiki...oder Weihnachten in Japan


Das Jahresende ist in Japan traditionell als Zeit der Geschenke bekannt und ist somit das wichtigste Fest des Jahres...steht bei uns an Weihnachten die Freude des Schenkens im Vordergrund, so sieht man in Japan die Jahresendgeschenke, die sogenannten O-seibo, eher als Tradition und Pflichterfüllung den Menschen gegenüber, denen man im zu Ende gehenden Jahr zu Dank verpflichtet war. Der heilige Abend ist in Japan ein normaler Arbeitstag, der keine große Bedeutung hat, denn nur 1,5 Prozent der japanischen Bevölkerung sind Christen.



Trotzdem ist Weihnachten in Japan vor allem in jungen Familien sehr populär und wird am 25. Dezember als Geburtstag des amerikanischen Santa Claus mit kommerziellem Schwerpunkt begangen, wobei die weihnachtliche Stimmung vor dem Fest im Vordergrund steht. Aufwändige Weihnachtsmärkte und ausgefallene Beleuchtungsideen, die sogenannten Light-Ups, verwandeln die großen Städte Japans in abendliche Kunstwerke.



Das wichtigste Fest in Japan ist jedoch der Jahreswechsel...am 31. Dezember sieht man überall mit Kiefernzweigen, Strohgebinden und Reiskuchen geschmückte Hauseingänge. Das Familienfest wird mit traditionellen Jahreswechsel-Nudeln aus Buchweizen, die ein langes Leben versprechen, und Geschenken gefeiert. Abends besucht man die buddhistischen Tempel, in denen die Silvesterglocken...Joya-no-kane...das alte Jahr ausläuten...sie schlagen 108 mal zur Mahnung an die 108 Bindungen der Menschheit an die irdische Welt.



Bei den ersten Tempelbesuchen im neuen Jahr, den Hatsumode, ist das Gebet für Gesundheit und Glück, aber auch der Kauf von neuen Glücksbringern besonders wichtig. Taiki bedeutet großer Glanz, grosses Leuchten...und so steht der Bär sinnbildlich als Glüchsbringer für Licht, Glück und Gesundheit im neuen Jahr.



...der Bär trägt eine antikbehandelte Schleife mit antiker Schelle um den Hals. Seinen Holzelch darf er in das neue Zuhause mitnehmen...jetzt neu im


Mittwoch, 14. Dezember 2011

Weihnachtsbräuche in Skandinavien...


Wichtel und Waldkobolde kennt man vor allem in den skandinavischen Kulturen...bekleidet mit roter Zipfelmütze und roter Jacke findet man den Weihnachtswichtel als Julenisse in der Advents- und Weihnachtszeit als Figuren und Schmuck in jeder Wohnung. In Dänemark nennt man den lustigen Kobold Nisse/ Niels...eine abgeleitete Form des Nikolaus...noch heute ist der Nisse ein fester Bestandteil der dänischen Weihnachtstradition.


...in Schweden und Finnland kennt man ihn unter dem Namen TOMTE. Der Nisse wurde 1836 vom dänischen Geschichtenzeichner Constantin Hansen zu Papier gebracht und ähnelt dem römischen Lares Familiares. Der NIELS/Nisse ist der einzige Kobold mit einer Familie und es gibt auch heute besonders auf dem Land immer noch den Brauch, ihnen zu Weihnachten ihr Leibgericht...eine besondere Form von Reisbrei...auf den Dachboden zu stellen, um sie milde zu stimmen.


...die lustigen Kobolde kümmern sich besonders um die Haustiere auf dem Hof, wird der Nisse nicht gut behandelt, macht er Streiche, so der Aberglaube, oder er verlässt den Hof, was...so sagt man...Unglück bringt. Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder einen Niels Wichtel im weihnachtlichen Angebot...der Wichtelbär ist 11 cm groß und kommt als Glücksbringer mit einem weichen Mooskissen und dem abgebildeten Fliegenpilz ins neue Heim...jetzt neu im
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Freitag, 9. Dezember 2011

Ballett, Bolschoi und Mathilda...ein wahres Märchen


...Die Ballerina...bezaubernd, faszinierend und geheimnisvoll...viele Mädchen wünschen sich nichts sehnlicher, als Primaballerina zu werden und das Leben der großen Solotänzerinnen ist auf der Bühne in der Tat manchmal wie ein Märchen. Aber der Ruhm hat seinen Preis...eine Ballerina trainiert so hart wie ein Profisportler, doch es zählt nicht nur Leistung, sondern auch Leidenschaft, Hingabe und Ausdruck...sie muss das Publikum fesseln und begeistern...Momente schaffen.



Ballett ist ein Streben nach völliger Körperbeherrschung...schon eine kleine Unachtsamkeit, ein falscher Sprung, eine unsaubere Hebefigur kann eine Karriere beenden. Wer in den großen Compagnien der Welt tanzt, trainiert sieben Tage die Woche, hat kaum Privatleben...oft begleiten Sehnenrisse und Schmerzen den Alltag. Die Karriere der Tänzerinnen ist in der Regel mit 35 Jahren beendet...kein Körper macht die Anstrengungen langfristig mit. Nicht selten setzt eine Primaballerina ihre Karriere später als Choreografin fort. Bis heute wird das Weiblichkeitsideal der Ballerina zelebriert und hochgehalten.



Das Ballett entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert aus den an italienischen und französischen Fürstenhöfen aufgeführten Schauspielen. Zu dieser Zeit war es noch keine eigenständige Kunstform. 1661 gründete Ludwig XIV. die Academie royale de la danse in Paris. In dieser Zeit erfuhr das Ballett eine enorme Weiterentwicklung. Ballett wird zum Bühnenstück, das von männlichen Berufstänzern aufgeführt wird. Ab 1681 dürfen auch Frauen erstmals offiziell tanzen. Eine Blütezeit erlebte das Ballett in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Russland. Unter der Leitung von Marius Petipa entstanden klassische Meisterwerke wie Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker zur Musik Tschaikowskis. Das Bolschoi Theater brachte einige große Tänzer hervor, die schon zu Lebzeiten Legenden waren wie Rudolf Nurejew und Anna Pawlowa...



...neben Anna Pawlowa war auch die legendäre Mathilda-Maria Kschessinskaja, die im Jahre 1890 den Abschluß ihrer Ausbildung an der kaiserlichen Ballettschule absolvierte, eine der ganz großen Tänzerinnen aus dem Land der Sehnsucht. Ihre nahezu perfekte und ausdrucksvolle Kunst zu Tanzen, machte sie ebenso berühmt, wie die Affäre mit dem letzten russischen Zaren Nikolaus II. Der Zar gab sogar 1904 für die Tänzerin eine Villa in Auftrag, die bis heute ihren Namen trägt. Im Jahre 1920 ging sie für immer nach Paris. Dort heiratete sie Andrej Wladimirowitsch, einen Verwandten der Zarenfamilie. Im Alter schrieb sie ihr Leben in einem Buch nieder...sie wurde fast 100 Jahre alt.



...Unsere kleine Primaballerina Mathilda wurde nach dieser großen Tänzerin benannt...sie entstammt der Nostalgie Kollektion und wurde mit einem antikbehandelten Outfit ausgestattet. Ihr gehäkeltes Trikot mit Tutu und ihre extrem ausgetanzten Spitzenschuhe erzählen von einem Leben, in dem nichts als Tanzen zählt...ein Märchen, das oft nur für den Zuschauer ein "wahres" Märchen ist...jetzt neu im
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Dienstag, 6. Dezember 2011

...der Nikolaus kam dieses Jahr extra aus Japan...

...und brachte uns ein ganz besonderes Kartonmännchen...


...mehr über Mr. Box Danbo auf unserem neuen...

Donnerstag, 1. Dezember 2011

...von Engeln und Weihnachtswundern...




...im Haus ist alles so heimlich und still, ob es bald Weihnachten werden will? Ich freu mich ja auf das Christkind so sehr! Ach - wenn es doch endlich Weihnachten wär. Ich strickt ein paar Strümpfe für den Engelpapa...wißt ihr, was neulich mit denen geschah?´s Christkind hat dran gestrickt wohl die ganze Nacht und hat mir die Strümpfe fertig gemacht.



...und denkt - es verlor gar, als es verschwand zwei Zuckerkringel, die Vater dann fand. Ich hoffe, es bringt mir noch ein paar mehr! Ach, wenn es doch endlich Weihnachten wär! In Vaters Stube darf ich nicht gehn - durchs Schlüsselloch darf man doch auch nicht sehn! Und für mein Leben gern wüßte ich doch, wo es so lieblich nach Christbaum roch.



...Vielleicht das Christkindlein drinnen war, ich fand auf der Schwelle ein Engelhaar -und eine dicke, goldene Nuß - Ach! Das man auf´s Christkind so warten muß! ...Und Engelmutti läßt mich jetzt immer allein - sie sagt, sie müßte beim Christkindchen sein. Ich freu mich ja auf das Christkind so sehr! Ach, wenn es doch endlich Weihnachten wär.



Weihnachten ist noch etwas hin, aber unseren Weihnachtsengel gibt es ab heute Abend bei

ebay



Dienstag, 22. November 2011

Nikolaus bei ebay...

...Guter Nikolaus, komm in unser Haus, triffst ein Kindlein an, das ein Sprüchlein kann und schön folgen will! Halte bei uns still, schütt dein Säcklein aus, guter Nikolaus. Ach, du lieber Nikolaus komm doch einmal in mein Haus! Hab´ so lang an dich gedacht! Hast du mir auch was mitgebracht?



Der Festtag des heiligen Nikolaus, der 6. Dezember ist ein kirchlicher Feiertag mit vielen Bräuchen. Es ist vor allem ein Tag der Kinder, da Nikolaus seit Jahrhunderten als Wohltäter der Kinder verehrt wird; das Brauchtum zum Nikolaustag ist aber regional äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Am 6. Dezember war verbindlich die Stelle Matthäus 25,14-23 LUT vorgesehen. Dort wurde das Gleichnis der Talente erzählt: Drei Knechten wurde jeweils ein Geldstück, ein Talent, anvertraut. Nach der Rückkehr des Herrn musste jeder Rechenschaft ablegen, was er mit dem Geld gemacht hatte. Der bekannte Brauch der Befragung der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien, geht auf diese Praxis zurück.



Der Einlegebrauch, d. h. das nächtliche Füllen der Schuhe oder Tütchen, basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die nachts vom heiligen Nikolaus beschenkt wurden. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt.



In mittelalterlichen Klosterschulen gab es den Brauch, dass die Kinder sich am Nikolaustag einen „Kinderbischof“ aus ihren Reihen wählen durften. Nach dem Prinzip der verkehrten Welt predigte er den Erwachsenen und durfte ihr Verhalten tadeln. An einigen Orten blieb er bis zum 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder, im „Amt“. Oft werden Kinder angehalten, ihre Geschenkwünsche auf einem Wunschzettel festzuhalten. Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an St. Nikolaus. Diese werden in extra eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet.



Schiffchensetzen nennt man den seit dem 15. Jahrhundert bekannten Brauch, bei welchem aus Papier oder anderem Material Nikolausschiffe gebastelt werden, in die der Heilige seine Gaben legen soll. Hintergrund für diesen Brauch dürfte das Schifferpatronat sein. Auch heute noch findet sich auf vielen Handelsschiffen ein Bildnis des St. Nikolaus. Das Nikolausschiffchen wurde später durch Stiefel, Schuh oder Strumpf abgelöst, zu denen später noch der Gabenteller hinzukam.Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Nüssen, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen usw. füllen kann.



Indessen bringt der Nikolaus nicht nur Geschenke: In vielen Erzählvarianten beschenkt und lobt er die guten Kinder, während er die bösen tadelt und durch Schläge mit einer Rute bestraft. Welche Kinder im letzten Jahr gut und welche böse waren, liest er in seinem „goldenen Buch“. Viele Eltern laden ehrenamtliche oder bezahlte Nikolause ein, den Kindern zu Hause eine derartige „Predigt“ zu halten, die jedoch stets mit einer Bescherung endet.

Als Furcht einflößenden Gehilfen bekam der heilige Nikolaus in verschiedenen Ländern Begleiter zur Seite gestellt, in Deutschland Knecht Ruprecht, in Frankreich Père Fouettard, in der Schweiz Schmutzli, in Österreich, Bayern und Kroatien Krampus, in Luxemburg den Housecker, in den Niederlanden den Zwarte Piet, der einen gezähmten Teufel darstellen soll. Teilweise fand auch eine Aufgabenübertragung statt, so ist in dem Gedicht von Theodor Storm der Begleiter der Gabenbringer.



...Nikolaus ist der Auftakt unserer neuen Weihnachtsedition 2011...der Bär trägt eine lange weihnachtliche Baumwoll-Wichtemütze mit roter Schelle...er erfüllt wie immer alle Kriterien eines echten Needful Friends und ist ab heute Abend hier erhältlich...


Dienstag, 15. November 2011

Koichi...die heilige Elisabeth und der Andreastag


...auf St. Martin fängt der Winter an...so beginnt ein altes Trinklied...gesungen wird auch von dem Mantel, den er mit seinem Schwert halbiert und in einer kalten Winternacht mit einem Bettler teilt...Martin, der selbst ein armer Mann war und in tätiger Nächstenliebe handelte, soll dann Nachts im Traum Christus im halben Mantel erschienen sein...was Martin zum Christentum bekehrte...so die Legende. Viele Bräuche rund um das Martinsfest haben sich seit vielen Jahrhunderten gehalten. Große Freude bringt St. Martin am 11. November den Kindern…rabimmel, rabammel, rabumm heisst es jedes Jahr, wenn sie mit ihren Laternen, die früher aus Rüben und Kürbisköpfen geschnitzt wurden, durch die Dörfer und um die Häuser ziehen...oft begleitet von Roß und Reiter und dem traditionellen Martinsfeuer. Früher war St. Martin ein Bauernfeiertag zum Wechsel des Wirtschaftsjahres. Das Vieh wurde in die Ställe gebracht, die Schlachtsaison begann...Wintervorräte wurden angelegt.


Der heiligen Elisabeth gedenken wir am 19. November, die als Tochter des ungarischen Königs Andreas II im Jahre 1207 geboren wurde. Sie war erst 1 Jahr alt, als sie mit dem späteren Landgrafen von Thüringen und Hessen Ludwig IV verlobt wurde. Ihre Kindheit verbrachte sie in großem Wohlstand auf der Wartburg, bis sie schließlich im zarten Alter von 14 Jahren verheiratet wurde. Schon früh erkannte sie den schmerzlichen Widerspruch zwischen dem Luxus der höfischen Gesellschaft und der bedrückenden Armut des einfachen Volkes und setzte sich auf vielfache Weise für die Minderung der Not in ihrem Land ein.

Sie errichtete Armen- und Krankenhäuser und fiel in der eigenen Familie in große Ungnade, als sie zur großen Hungersnot 1225 die burgeigenen Kornkammern öffnen ließ, um die Vorräte an die Armen zu verteilen. Als ihr Mann 2 Jahre später auf einem Kreuzzug starb, verbannte ihr Schwager sie mitsamt ihrer vier kleinen Kinder von der Burg. Die Rosenlegende erzählt, dass man sie mit einem Korb voll Brot mit einem Tuch bedeckt auf dem Weg ins Tal erwischte...aber als man das Tuch vom Korb riß, sah man den Korb überfüllt mit den herrlichsten Rosen. Elisabeth gründete nach großen Widerständen in Marburg das Franziskus-Spital und starb als Ordensfrau mit nur 24 Jahren. Am Elisabeth-Tag erinnert man sich seither der Heiliggesprochenen. Früher war es Tradition, an diesem Tag Almosenbrot zu backen und von den Wintervorräten Fleisch, Speck und Bier an die Armen zu verteilen



Friert´s am Kathrein, so friert der Winter ein...der ganze Winter, sagt man, wird so wie dieser Tag...der 25. November war somit ein Wetterorakel Tag...auch stand der Advent kurz bevor...wer bis zum Fest Lebkuchen, Gebäck und Stollen verschenken wollte, begann rechtzeitig mit der Weihnachtsbäckerei. Traditionell wurde früher auch der Teig für die Thorner Kathrinchen an diesem Tag angerührt, denn an Katharina gedachte man der heiliggesprochenen Märtyrerin, die als nicht nur sehr schöne sondern auch besonders kluge junge Frau 50 heidnische Philosophen zum Christentum bekehrt haben soll.

Die aus Alexandrien in Ägypten stammende Missionarin wurde von vielen verfolgt. Zu ihren Feinden gehörte auch der römische Kaiser Maxentius, dessen Gattin sie ebenfalls zum Christentum bekehrte, der sie daraufhin im Jahre 307 zum Tode durch Marter verurteilte und auf ein Rad flechten ließ, aber ein Blitz zerschlug das Rad und tötete eine große Schar umstehender Heiden, worauf der Henker Katharina auf der Stelle enthauptete...die Legende sagt, dass Engel die gefolterte Christin auf den Sinai holten, wo sie ihre letzte Ruhestätte gefunden haben soll. In Erinnerung an die grausame Tat werden die Kathrinchen in Form des Folterrades gebacken.



Der 30. November ist der letzte Tag des Kirchenjahres, weshalb er auch als Silvesternacht der Kirche bezeichnet wird. Mit diesem Tag sind im römisch-katholischen Glauben viele Silvesterbräuche wie das Orakel verbunden...das Bleigießen gehört ebenso zur Tradition, wie das Driften zweier Kerzen oder Walnußschalen in einer Schüssel...treffen sie zusammen, so gibt es eine Hochzeit. Dem heiligen Andreas, wird an diesem Tag gedacht, der am 30. November im Jahre 60 auf dem Peloponnes wegen seines Glaubens hingerichtet wurde. In der Bibel wird von ihm als Bruder Simons gesprochen...beide waren Fischer von Galiläa und wurden von Jesus zu Aposteln berufen. Andreas, der in Asien, Polen, Ungarn und Russland missionierte, gilt als Künder der Zukunft in Liebesdingen. Der wohl bekannteste Orakel-Brauch ist das Werfen von Apfelschalen über die Schulter...lässt sich aus den Schalenkringeln ein Anfangsbuchstabe erkennen, so lässt sich daraus der Name des Zukünftigen ablesen.



Viele dieser Bräuche lassen erkennen, dass sich ein Jahr langsam dem Ende nähert, die Tage kürzer werden und das fehlende Licht durch Kerzen im Heim ausgeglichen wird. Der Beginn dieser vorweihnachtlichen Zeit ist der Adventskranz mit dem Entzünden der ersten Kerze...in Japan steht der Name Koichi für erstes Licht…und so soll auch der Bär, der gegen die erste klirrende Kälte mit einer warmen Mütze gerüstet ist, in seinen hellen freundlichen Farben Licht in sein neues Heim bringen und die dunkle Jahreszeit ein wenig versüßen...vielleicht ist er auch als Needful Friend ein Künder der Zukunft...sicher nicht nur in Liebesdingen...jetzt neu im


Mittwoch, 9. November 2011

Treasures & Memories oder Kindheit zu verkaufen...


...jetzt beginnt sie wieder die geschäftige Vorweihnachtszeit…die Suche nach passenden Geschenken…möglichst früh, so nehmen wir es uns zumindest jedes Jahr vor, damit wir das Bummeln über den Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Zimtwaffeln auch so richtig genießen können. Schon seit ein paar Wochen finden wir Lebkuchen, Baumbehang und Glühwein in den Supermarktregalen…es geht unaufhaltsam in die „gemütliche und beschauliche Jahreszeit“ über. Auch in der Needful Friends Bärenwerkstatt laufen die ersten Vorbereitungen für unsere diesjährigen Weihnachtsangebote. Wenn man Abends gemütlich bei Kerzenlicht seine Gedanken kreisen lässt, kommen einem häufig die besten Ideen und Anregungen und eigentlich durch Zufall stolperte ich über ein offensichtlich wieder ganz aktuelles Thema…Nostalgie, denn in der dunkelsten alle Jahreszeiten überfällt uns nicht selten dieses Ziehen und Zwicken in der Seele…wir werden nostalgisch.



Wir alle haben sie…die Erinnerungen an damals, als Weihnachten noch ganz anders gefeiert wurde, ohne Kaufrausch…einfach besinnlicher. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Weihnachten meiner Kindheit…an den Heiligen Abend, an dem tagsüber die Wohnzimmertür verschlossen blieb…an den Glanz des Weihnachtsbaums mit seinen vielen Lichtern…dieser Moment, wenn die Tür am Abend endlich geöffnet wurde…die Geschenke an sich standen gar nicht im Vordergrund…eher die Stimmung, der Duft von Gänsebraten…der große Teller mit den vielen Naschereien…ich erinnere mich an all die vielen kleinen Geschenke, die oft einen eher ideellen Wert hatten…



…an einen Karton gefüllt mir Poesiebildern…Glanzbilder nannten wir sie, weil Einige mit Silber- oder Goldglitzer versehen waren…Motive mit Engeln, Märchenfiguren, Weihnachtsglocken, Nikoläusen oder Lebkuchenmotiven. Wir haben sie mit passenden Sprüchen in die Poesiealben unserer Freundinnen geklebt…Ob es das heut noch gibt? …ich schaue bei google und finde sie tatsächlich...all die alten Motive in Neuauflage gedruckt. Ich suche weiter, ergänze die Suchbegriffe durch die Eingabe Kindheit, sammeln, Dachbodenfund. Mehr als 30 Seiten werden ausgeworfen und ich beginne etwas im Netz zu surfen…Links zu Auktionen und Anzeigen tauchen auf…da gibt es alte Bären, Puppen, Eisenbahnsammlungen in großem Angebot.



An einer Kleinanzeige bleiben meine Augen sofort hängen…da schreibt jemand: Kindheit zu verkaufen…altes Spielzeug im Konvolut…ein alter Bär, Holzspielzeug, uralte Tonmurmeln…kleine Schätze, ein Stückchen Geschichte, eine Identität, die nun den Besitzer wechseln sollte. Ich kam zu spät, das Angebot war leider abgelaufen…aber es hat mich dennoch nicht losgelassen. Was waren die Beweggründe, dieses Stück Kindheit zu verkaufen? Wurde es auf dem Dachboden gefunden, nicht mehr gebraucht und noch schnell zu Geld gemacht, geschah es in Verbindung mit einem Todesfall aus emotionalen Gründen oder war es gar ein Notverkauf? Vor einigen Jahren erwarb ich einen uralten Bären, der seit mehr als 80 Jahren in Familienbesitz war…zum Bären gehörte eine ebenso alte handgeschnitzte Holzwiege, in der dieser Bär schon immer gelegen hatte….mitgeliefert wurde ein genauso altes Foto, worauf die Mutter der Besitzerin als kleines Mädchen mit dem Bären und der Wiege zu sehen war. Ich erwarb den Bären als Komplettpaket mit der Wiege und dem Foto für eine stattliche Summe, die nunmehr die Tochter der mittlerweile verstorbenen Erstbesitzerin für Weihnachtsgeschenke auszugeben gezwungen war. Wie tragisch dachte ich damals…und immer, wenn ich den Bären ansehe, muss ich an dieses Schicksal denken.



Die zu verkaufende Kindheit brachte mich dennoch auf die Idee, ein ganz besonderes Weihnachtspaket anzubieten…ein Stückchen Nostalgie und Erinnerung an eine vielleicht verlorengegangene, verkaufte und wiedergefundene Zeit…unsere Treasures & Memories Geschenkbox beinhaltet einen Bären im primitive Style gefertigt aus altem Viskosemohair, einen alten Holzkreisel, alte Tonmurmeln, Glanzbilder, ein Weihnachtsglöckchen und ein Honigkuchenpferd aus Ton. Die Box wurde einer Vintagebehandlung unterzogen und ist jetzt neu im SHOP erhältlich...


Dienstag, 1. November 2011

Quo Vadis Bundeswehr?......oder Strightkräfte Light


Wenn man zum alteingesessenen Blaublut gehört, dann hat man nicht uninteressiert daran zu sein, was die Streitkräfte der (preußischen)Heimat tun oder lassen und wie man mit ihnen umgeht. Früher wurden wir von Porcus – wie alle Adligen, die sich dem konventionellen Broterwerb zu entziehen suchten – Offiziere in Königs und Kaisers oder zumindest Vaterlands Diensten, die weniger maskulinen Eber wurden gerne auch Kleriker und die Erstgeworfenen erbten den Stall. Punktum...schön und einfach war´s früher.

Aber eine Affinität zum Militär hat man eben immer, wenn man sich in Deutschen Landen zur gehobenen Bourgeoisie bekannte und bekennt. Reserveoffizierschwein ist da das Mindeste, was man als Mitbewerberkiller für Pöstchen im Öffentlichen Dienst oder Auswärtigem Amt mit Blauem Blut im Kotelett einzubringen hat. Selbst unsere englische Nebenlinie derer von Pig and Porcus of Pigton upon Avon hat eine Menge Heldenschweine im King´s Own Wild Boar Regiment hervorgebracht.

Im Ersten Weltkrieg nannte man die besonders erfolgreichen Infanteristen „Grabenschweine“, auch wenn man sie alle zusammen, Freund oder Feind, damals eher als äußerst arme Schweine bezeichnen sollte, erfüllt mich Tapferkeit und der Wille für Dinge entschlossen zu kämpfen, mit Respekt. Kurz: Auch heute kann man nicht so einfach an den deutschen Streitkräften „herumdoktern“, ohne dass es von aufgeklärten Staatsbürgern mit oder ohne Rüssel und Borsten wahrgenommen und kommentiert wird.

Seitdem es keine große Gefahr eines Thermonuklearen Konflikts zwischen Ost und West mehr gibt, wurde die Bundeswehr immer wieder transformiert, reformiert und reduziert. Von der Armee der Einheit bis zum Hindukusch ging es fast im Schweinsgalopp zu immer neuen Strukturen und Aufträgen und Fähigkeitsprofilen wie es im Fachjargon heißt. Wenigstens blieb den verunsicherten Soldatinnen und Soldaten immer ihr uraltes und oft nutzungsverlängertes Gerät und Ausrüstung erhalten. Herrlich nostalgisch aus einem Hubschrauber mit einem 20 Jahre alten Fallschirm zu springen, der schon den Wehrpflichtigen Großvater in einer Luftlandeeinheit mit dem gleichen Modell Schirm auf dem Rücken abgesetzt hat…
Das Essgeschirr hat sich seit den „Grabenschweinen“ von Verdun auch nicht verändert. Scheint eben zeitlos gut zu sein. Na ja, jetzt entsteht „eine neue Lage“ durch umfangreiche Standortschließungen.

Der Resetknopf wurde gedrückt, um deutsche Streitkräfte (besser?) für ihre heutigen, zeitgemäßen Aufträge zu streamlinen. Weniger, besser, leichter ( sollte auch für den einzelnen Soldaten gelten) effizienter, interkulturell kompetent und vor allem billiger, dabei abgrundtief demokratisch verwurzelt, die Innere Führung schon mit der Muttermilch im Portepée und für die Masse mit einer Besoldungsgruppe als Endstufe, für die ein Polizist nicht ´mal in der Ausbildungsphase morgens aufstehen würde. Klaglos dabei und stets versetzbar soll er / sie sein, flexibel, dankbar schon für Kleinigkeiten und – bitteschön – nicht zu kritisch in der medialen Artikulation von eigenen Interessen. Eben Gehorchen statt Fragen, Hinnehmen statt Herziehen, Robust statt Rotunde. Was soll denn da das Gemeckere der betroffenen Großverdiener im Mittleren Dienst, wenn man die Standorte schließt, jedenfalls die, die keine politische Lobby bei der augenblicklichen Bundesregierung geltend machen können? Abstellen, bitte und zurück ins Glied!

Der Osten und seine arbeitsmarktliche Depression wird schon genügend Bewerber auch ohne das lästige Gezerre um die Wehrpflicht bringen. Den nicht mehr in die Einsätze zu schickenden Älteren bietet man zunächst mit vermeintlichem Zuckerbrot vorzeitige Zurruhesetzung an (…aber bitte nicht zu attraktiv, sonst gehen auch die Guten!), Karriere und Aufstieg ist ja doch nicht mehr, man muss schließlich alle die unterbringen, die schon weiter oben sind und ihre Tageszeitung lieber umsonst im Casino lesen als sie sich als Früh-Pensionär selbst am Kiosk kaufen zu müssen. Was soll man auch im heimischen Stall, wenn die Fr(S)au ja ohnehin noch berufstätig sein muss, um die Ferkel studieren zu lassen. Aber die Bundeswehrstrukturreform an sich ist schon ein großer Wurf, oder? Zu Guttenberg hat ihn weiland nicht durchsetzen können (oder wollen) aber Kanzlerins Musterschüler kann das schon.

Ich werde mir das von meinem gemütlichen Stall aus weiter anschauen. Schließlich haben wir von Porcus immer gut und gerne gedient. Ob und mit wie viel Soldaten wir am Hindukusch bleiben oder ob wir in Libyen kusch(t)en, ich werde es kritisch beäugen. Schließlich war ich ja auch einmal Staatsbürger(schwein) in Uniform, Jawoll...Euer Eberhard von Porcus

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Die Welt, der Mensch und die Nullen…….


...In den nächsten Tagen wird er oder sie geboren werden. Das siebenmilliardste Menschenskind. Was für ein Erbe gleich mit neun Nullen hinter der Sieben sein Dasein zu beginnen. Dabei sind mehr als Fünfzig Prozent der Menschen unter 25 Jahre alt, auch wenn man das in unserem Einkaufscenter, an der Bushaltestelle oder im Herbst auf Mallorca so gar nicht glauben möchte. Aber wir müssen eben lernen zu akzeptieren, nicht (mehr) der Nabel der Welt zu sein. Vermutlich wird das neue Menschlein in der sogenannten Dritten Welt, die wir in der Ersten Welt am liebsten auf einem anderen Planeten ansiedeln möchten, geboren werden und nicht in unserem zunehmend von wohlgesättigten, rentnerbeigen Farbtönen und Kaffeefahrten geprägtem Pensionärseuropa.

Er oder sie wird nichts wissen vom Eurorettungsschirm, für den Zahlen wie Sieben Milliarden unbedeutende „Peanuts“ sind. Mit dem Begriff eines „Finanzhebels“ wird man in dieser Welt nichts anzufangen wissen, der Hebel für einen neuen Pumpschwengel für sauberes Wasser im Dorf wäre wohl schon Errungenschaft genug. Aber auch wir haben hier unsere Probleme und Problemchen, nicht erst seit der Eurokrise, die man äußerlich jetzt aber – bitteschön – in den Griff bekommen muss bevor man in die Bundestagswahlen geht. Jetzt werden auch noch die Streitkräfte reduziert, - pardon - , reformiert und transformiert. Man jammert um die Wirtschaftskraft die regional bei Standortschließungen verloren ginge, um die Soldatinnen und Soldaten an sich, deren Risiken im Einsatz usw., kümmert man sich nach wie vor wenig. Geld regiert eben die Welt der Menschen.

Die Null, so unbedeutend sie als Zahlenwert auch erscheinen mag, ist die Zauberin, die aus Tausenden Millionen oder Milliarden machen kann. Banken wissen das längst und setzen sie scham- und rücksichtslos für ihre Spekulationsgeschäfte und „Immobilienblasen“ ein, die Zeche der immer abstrakteren Summen zahlt beim Schiefgehen sowieso der ebenfalls abstrakte Steuerzahler. Bei der Staatsverschuldung des Big Brothers USA ist man ja bereits bei Billionen – also mindestens Zwölf Nullen plus - angekommen. Mein Gott, was jammert da der Bund der Steuerzahler über ein paar mehr durch Politikerhände verschwendete Steuermilliönchen oder die vollkommen angebrachten, so regelmäßig wie der Monsun im Dorf unseres Neuankömmlings zu erwartenden Diätenerhöhungen bei Bundes- , Landes- und Europaparlamentariern? Da fehlt doch den Meckerern der Sinn fürs Globale. Hier muss man einfach mitmachen wenn man im Rennen bleiben will. Das vereinte Europa und den Euro wollten wir doch schließlich alle, oder etwa nicht?

Mensch, was bin ich froh (nur) ein Schwein zu sein. Auch meine Artgenossen werden selten älter als 25 Jahre alt, aber zu Finanzmoguln oder wiederwahlgeilen Politikerinnen und Politikern mutieren sie selten. Das habe sie mit dem siebenmilliarden-Menschlein gemeinsam. Dennoch rufe ich ihm oder ihr ein herzliches Willkommen auf diesem (noch) blauen Planeten zu. Er oder sie wird den Kohl der Überbevölkerung auch nicht mehr fetter machen. Ein Stall braucht Ferkel, die Welt braucht junge Menschen. Vielleicht schafft er oder sie, was bereits Michael Jackson sang, wenn er die Kinder aufforderte eine bessere Welt aus dieser augenblicklichen zu machen.
Die von Porcus mit allen Haupt- und Nebenlinien würden sich dem nicht entgegenstellen. Zwar gibt es auch bei uns genug „Nullen“ in der Familie, aber die sind eben – wie gesagt – selten in staatstragenden Ämtern…Euer Eberhard von Porcus

Montag, 24. Oktober 2011

Süßes oder Saures...Pumpkin


...Süßes oder Saures heisst es an Halloween überall in den Strassen...der ausgehöhlte und beleuchtete Kürbis gilt als das Symbol für Halloween...wie kam es zu dieser Tradition? Halloween hieß ursprünglich Samhain und ist keltischen Ursprungs...nach der Ernte im November begann eine karge Zeit ohne große Erträge...
...eine sehr trostlose Zeit...auch war Halloween verbunden mit Allerheiligen...weshalb man glaubte, dass in dieser Zeit die Welt zwischen den Lebenden und Toten besonders eng zusammen lag und die Seelen der kürzlich Verstorbenen nach lebenden Körpern suchten...



Was tat man also?...zum Schutz vor den Geistern verkleidete man sich mit furchterregenden Masken und Kostümen, um so die toten Seelen zu erschrecken und stellte Kürbislaternen auf, um böse Geister fernzuhalten...die sogenannten Jack-O-Lanterns.



Früher wurde Halloween nur in den katholischen Gebieten vor allem in Irland gefeiert...aufgrund der Hungersnöte Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts kam dann der Brauch durch die Auswanderung vieler Iren nach Amerika in die Neue Welt...da vor allem Kinder diesen Brauch gerne übernahmen, verbreitete sich Halloween schnell auch in den von Weißen besiedelten Gebieten und wurde so neben Thanksgiving und Weihnachten zu dem Familienfest schlechthin...



...unser Pumpkin schreckt mit Sicherheit keine bösen Geister ab...dafür lockt er mit seinem fröhlichen Gesicht umso mehr gute Geister an...Pumpkin ist 13 cm groß, kommt mir gefilztem Kürbis ins neue Heim und ist nur in der Zeit um Halloween lieferbar...jetzt neu im




Dienstag, 11. Oktober 2011

von Buchengewächsen und Herbstüberraschungen...


Von September bis in den November hinein hat die Natur eine breite Palette an Naturschönheiten zu bieten…allem voran die wunderbare Herbstfärbung der Wälder…wenn der Spätsommer vom Herbst abgelöst wird, verlagert sich das Familienleben mehr und mehr aus dem Freien ins warme, gemütliche Heim. Während man die letzten wärmenden Sonnenstrahlen genießt und die Tage langsam kürzer werden, beginnt die Natur, ihre Farben zu wechseln…die Bäume verwandeln sich in wunderschöne rote, braune und gelbe Farbtöne…es ist wieder die Zeit der vielen kreativen Basteleien.



Kinder lieben es, Drachen steigen zu lassen oder bunte Blätter, Eicheln und Kastanien zu sammeln…im Oktober fallen die stacheligen Früchte der Kastanienbäume herab und lassen sie aufplatzen…hervor kommen die beliebten Kastanien. Es ist jedes Jahr wieder ein großer Spaß, wenn bei warmem Kakao oder Tee gemeinsam gebastelt und das Haus mit den gesammelten Schätzen herbstlich geschmückt wird.



Auch in die Needful Friends Bärenwerkstatt scheint sich eine Kastanie verirrt zu haben. Auf den ersten Blick ist die Nussfrucht groß und braun, die Form plan-konvex mit stacheliger grüner Fruchthülle, die aber auf den zweiten Blick nichts mit der Familie der Buchengewächse gemein und offensichtlich keinerlei botanische Verwandschaft aufzuweisen hat…



...filzig und weich ist ihre Schale mit einer pelzigen Nuss, die mit zwei großen Knopfaugen neugierig in die Welt schaut. Die kleine Kastanie ist 14 cm groß mit einer aufwändig gearbeiteten Fruchthülle aus Filz…als besonderes Unikat nur in der Herbstzeit erhältlich…jetzt neu im


Dienstag, 13. September 2011

...zehn Jahre danach...


Wissen Sie, verehrter Leser und verehrte Leserin, wir Schweine haben ja eine lange Tradition im Kopfschütteln entwickelt wenn wir auf die Evolution unseres globalen Mitbewerbers, des Homo Sapiens Sapiens, oder kurz: des „gemeinen Mitmenschens“ blicken. Kaum etwas, was er sich nicht gegenseitig schon angetan hat nachdem er seine Borsten, pardon:- sein Fell, abgeworfen hat, von den Bäumen in die Savanne stieg und sich von den wesentlich gelasseneren Verwandten, den Affen abgezweigt hat. So ist auch „NineEleven“, wie die wohlgenährten US.-Fastfood-Vettern jenseits des großen Teichs sagen, ein gutes, besser schlechtes, Beispiel dafür.

Ich erinnere mich noch wie gestern als damals vor fast genau 10 Jahren die unglaublichen Fernsehbilder der zusammenstürzenden Twin-Towers live in die Wohnungen und Ställe übertragen wurde. Fassungslos und stumm saßen wir im Stroh vor dem Bildschirm unter dem Schein der Ferkelwärmelampe und konnten, ja wollten es fast nicht verstehen. Mein Cousin dritten Grades aus der Hugenottenstammlinie unserer Familie, Heinz-Ebäähr de Koschon-Krass weilte damals mit seiner Gemahlin Rosa von Saunheim und den drei gemeinsamen Ferkeln bei uns zu Gast im Stall. Schnell waren wir uns einig, dass sich nun Vieles auf der Welt verändern würde, wenn man das Mutterland von Rib-Eye und Hot-Dogs so attackiert. Es würde zu einer Art Wildschweinhatz nach den Tätern führen und die würde Dimensionen annehmen, die wir uns kaum vorzustellen wagten. Es hat uns dann ja auch ein Jahrzehnt der Kriege und des Hasses danach eingebracht. Sinnlose Rachefeldzüge, Billionen an Steuergeldern und unsägliches Elend für die darin umgekommenen, armen Schweine und ihre Familien, sei es als unbeteilgtes Opfer, sei es als vermeintlicher Täter oder einfach nur als Soldat in der Pflicht.

Wir Schweine haben uns schon oft gefragt, warum so viel Hass unter den Menschen herrscht. Sie haben doch alle Ressourcen unserer gemeinsamen Mutter Erde sich allein untertan gemacht. Sehen sich als Krone der Schöpfung und Gottes Eberbild, pardon Ebenbild, und dennoch trachten sie sich voller Eifer gegenseitig nach dem Leben. Und begründen dass sogar noch mit der Berufung auf ihren Gott oder ihre Götter, ganz ohne an Schinken, Steaks oder Kotelett des anderen interessiert zu sein. Für uns Borstenträger eine ganz andere, völlig sinnlose Qualität des sich gegenseitig Verbrauchens. Nein, nein, geneigter Leser und geneigte Leserin, ich hebe nicht die moralische Pfote des „Gutschweins“, kann aber auch nicht verhehlen, dass ich einmal mehr froh bin Schwein zu sein und keinen Reisepass, Kaffeemaschine und Lockenwickler, Bahncard oder Kindersitz zum Leben benötige.

Ich würde so gerne feststellen, dass wir heute, zehn Jahre nach NineEleven, eine schöne, neue Welt haben und die vielen Opfer seitdem nicht sinnlos auf den Altaren politischer Notwendigkeiten, Bündnistreue und weltanschaulicher Vernarrtheit geopfert wurden. Es reicht ja schon, dass meine Spezies auch weiterhin ihrem Schicksal entgegengefüttert wird, um in Hälften zerteilt und an Ketten gehangen dem (leiblichen) Wohle des Menschen zu dienen.
Wir Schweine wussten schon immer, dass ein Leben in Gesundheit und in Frieden ein hohes, ja das höchste Gut ist, nach dem es sich lohnt zu streben. Vielleicht gerade deshalb, weil es 99% der Schweine nicht vergönnt ist und wohl auch niemals vergönnt sein wird.

Aber die Lehre ist, dass der Mensch daraus nicht zu lernen befähigt ist. Es wird neue NineEleven geben, so wie Oslo und wo auch noch immer. Die Zivilisation, der Wohlstand, die Fähigkeit des Menschen abstrakt zu Denken und zu Handeln hat ihn vom Raubtier im Pelzkleid zum Schreibtischtäter in Nadelstreifen werden lassen. Sonst ist er aber alles geblieben, was er immer wahr und sein wird. Mein tierischer Freund Lupus von Wolf zu Heulstein sagt immer : „Der Mensch ist und bleibt des Menschen schlimmster Feind“. Darüber denke ich oft nach, wenn ich mir einen guten, blutroten Chateau Neuf du Pig einschenke und an NineEleven denke...Euer Eberhard von Porcus

Donnerstag, 8. September 2011

UNFORGETTABLE that´s what you are...

...Unforgettable though near or far...Like a song of love that clings to me...how the thought of you does things to me...



...wir alle erinnern uns an das Lied von Frank Sinatra...es gibt Evergreens, die wir einfach nicht vergessen...die wir immer wieder gerne hören, die einfach unforgettable sind...und es gibt Bären, die uns mit ihrem Charme verzaubern. Ihr Blick ist für immer in unserer Erinnerung und in unserem Herzen. Wie oft habe ich Bären in Auktionshäusern gesehen, die mich berührt haben. Ich wusste, dass sie mein Budget wahrscheinlich um ein Vielfaches übersteigen werden. Anfang der 90èr Jahre entdeckte ich einen Bären im Schaufenster eines kleinen Antiquitätengeschäfts...so lang ist es her und dennoch kann ich mich ganz genau an jedes Detail dieses Blickes erinnern, der soviel Melancholie in sich hatte, dass ich einfach stehenbleiben musste...diese etwas leidende Körperhaltung, die Füllung eingesackt...ein stark abgeliebter Bär, der aus der Nachkriegszeit zu stammen schien. Seine Herkunft war ungewiß, aber der Ausdruck umso fesselnder...der Preis noch einigermaßen erschwinglich.



...er trug eine alte zerfetzte Schleife und einen rostigen Schlüssel um den Hals...einen Augenblick hatte ich das Gefühl, als würde er zu mir sprechen...als würde er sagen wollen: "Nimm mich mit und kümmere Dich um mich"...das Schicksal wollte es offensichtlich anders...es war ein Samstag Abend, das Geschäft hatte geschlossen...als ich dann am darauf folgenden Werktag kurz vor Ladenschluß wieder kam, war der Bär verkauft. Ich habe ihn nie vergessen...spontan erinnere ich mich an ein Zitat von Peter Ustinov: "Die größte Liebe ist immer die, die unerfüllt bleibt"...vielleicht habe ich genau aus diesem Grund diesen Bären noch so detailgenau im Gedächtnis...weil unsere Zusammenführung unerfüllt blieb.


...als ich kürzlich neue Mohairfelle für die kommende Herbstkollektion eingekauft habe, fiel mir dieser Bär wieder ein...dieser Kunstseidenplüsch aus dem der Unvergessliche damals gearbeitet war, war diesem Fell so ähnlich...es verstand sich von selbst, dass ich diesen Bären nun nachgearbeitet habe...und das gleich zweimal...denn meinen Bären gebe ich nun niemals wieder her...dieser kleine Unforgettable wartet dagegen im Onlineshop auf seinen Menschen, dem er in die Augen sehen und sagen kann: "Nimm mich mit und kümmere Dich um mich"...



...Unforgettable ist einer der seltenen Primitives, die in der Needful Friends Bärenwerkstatt entstehen...über die Primitives und ihre Geschichte kann hier nachgelesen werden...