Dienstag, 30. November 2010

Schneeflocke, Väterchen Frost und Weihnachten in Russland...

Im Osten von Europa gibt´s keinen Weihnachtsmann.
Aber am Neujahrstage kommen zwei andre an:
Väterchen Frost und die alte Babuschka
sind hier an Neujahr für die Kinder da.
Sie wohnen hoch im Norden und wandern jetzt ganz leis,
voll bepackt mit Gaben von weither übers Eis.
Die beiden Gabenbringer ziehn stumm von Haus zu Haus
und teilen die Geschenke für alle Kinder aus.
Unter der Neujahrstanne liegen auf einmal dann
kleine bunte Päckchen vom Neujahrs-"Weihnachtsmann".
Elke Bräunling


In Ländern mit orthodoxem Glauben, gilt noch der julianische Kalender. Der 25. Dezember bedeutet für strenggläubige Menschen das Ende der Fastenzeit. Es ist ein normaler Arbeitstag.Der 31. Dezember ist der wichtigste Festtag. Bunte Lichterketten erhellen die Straßen. Auf großen Plätzen werden die Tannenbäume geschmückt.


Väterchen Frost bringt den Kindern die Geschenke. Er wird von einem Mädchen...der Schneeflocke...und einem Jungen...Neujahr...begleitet. Viele Kinder werden zu den im Kreml stattfindenden Konzerten eingeladen. Wie bei uns, verdienen sich die Kinder durch Gedichte, Geschichten und Lieder die Gaben.


Der aufgehende Morgenstern am 7. Januar läutet das eigentliche Weihnachtsfest ein. Diesen Feiertag gestaltet man besinnlich im Kreise der Familie. Am 11. Januar beginnt das Neue Jahr. Mit diesem Tag endet die russische Weihnachtszeit und die Tannenbäume erhalten ihr natürliches grünes Kleid zurück.


...unsere kleine Schneeflocke begleitet Väterchen Frost und überbringt dem neuen Zuhause ein kleines Überraschungsgeschenk...ihr Name ist Anastasia...die Bärin trägt ein Wollcape und eine weiße russische Schapka...Einzelanfertigung.

Montag, 29. November 2010

...von Pflichtgeschenken und Liebesgaben...


Alle Jahre wieder kommt die Zeit der weihnachtlichen Vorfreude, der Besinnlichkeit aber auch der Qual der Wahl und der Frage...was schenke ich meinen Lieben zu Weihnachten...doch wie kam es überhaupt zu diesem Brauch zu Weihnachten zu schenken?
-
...Früher gehörte das Schenken zu den Pflichten eines Arbeitgebers...was heute das Weihnachtsgeld, war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Weihnachtsgeschenk. Es war genau wie das Weihnachtsgeld heute fester Bestandteil des Arbeitsvertrages. Man bekam Kleidung oder wurde in Naturalien bezahlt. Tagelöhner erhielten keine Geschenke in dem Sinne dafür freies Essen satt...


Man schenkte damals von oben nach unten...wer also höher auf der sozialen Leiter stand, gab den Niederen...heute ist es oft umgekehrt und man kann an der Menge der sich auf manchen Schreibtischen anhäufenden Geschenke den Einfluss und Rang des Beschenkten ableiten...

...In Klöstern und Pfarreien wurde zu Weihnachten Lebensmittel und Bäckereien an Bedürftige ausgegeben. Liebespaare machten sich Geschenke...sie schenkte ihm Bäckereien und er lud sie im Gegenzug zum Dorftanz ein. Auf dem Land wurden auch Tiere beschenkt...so kommt aus Schweden der Brauch, Getreidesäcke vor das Haus zu stellen, das dann in der Nacht die Tiere aufpicken sollten...kamen viele Tiere und war der Sack am nächsten Morgen leer, hoffte man auf ein gutes Erntejahr. Den Tieren im Stall schenkte man Brot...schließlich hatten sie damals das Jesuskind mit ihrem Atem gewärmt...


Das Schenken in der Familie von Eltern an die Kinder war früher nicht üblich...es schenkten nur die Paten, die zum Dank von den Kindern mit Lebkuchen beschenkt wurden. Der Weihnachtsmann wurde so zum idealen Erziehungspartner...er hielt sich geheimnisvoll im Hintergrund und konnte bestrafen oder belohnen indem er den Wunschzettel erfüllte oder rigoros zusammenstrich. Das Schenken verbreitete sich immer mehr und die Bescherung rückte so in den Mittelpunkt des Weihnachtsfestes für alle, die es sich leisten konnten...

"Hiroshi" heisst in Japan der Großzügige...der reizende ANIME ist nur in der Weihnachtszeit erhältlich und kommt mit einem kleinen Überraschungsgeschenk ins neue Heim...

Freitag, 26. November 2010

...die Weihnachtsmaus...

...nach einem Gedicht von James Krüss...

...
die Weihnachtsmaus ist sonderbar,
sogar für die Gelehrten
....denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.
Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.



Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.
Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.
Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.



Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.
Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen...



...und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!
Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
Und wirklich wahr:
Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.



Sagt jemand nun,
bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen
- da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!
Doch sag ich nichts,
was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen...


Mittwoch, 24. November 2010

Nikolaus...

...guter Nikolaus,
komm in unser Haus,
triffst ein Kindlein an,
das ein Sprüchlein kann
und schön folgen will!
Halte bei uns still,
schütt dein Säcklein aus,
guter Nikolaus.
Ach, du lieber Nikolaus
komm doch einmal in mein Haus!
Hab´ so lang an dich gedacht!
Hast du mir auch was mitgebracht?...


...in vier Wochen ist es wieder soweit...Weihnachten steht vor der Tür...alle Kinder erwarten das Fest des Jahres schon mit grosser Spannung...als kleine Vorfreude auf das große Fest der Liebe wurde am 6. Dezember das Nikolausfest eingeschoben...wie kam es dazu?

...der Festtag des heiligen Nikolaus, der 6. Dezember ist ein kirchlicher Feiertag mit vielen Bräuchen. Es ist vor allem ein Tag der Kinder, da Nikolaus seit Jahrhunderten als Wohltäter der Kinder verehrt wird; das Brauchtum zum Nikolaustag ist aber regional äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Am 6. Dezember war verbindlich die Stelle Matthäus 25,14-23 LUT vorgesehen. Dort wurde das Gleichnis der Talente erzählt: Drei Knechten wurde jeweils ein Geldstück, ein Talent, anvertraut. Nach der Rückkehr des Herrn musste jeder Rechenschaft ablegen, was er mit dem Geld gemacht hatte. Der bekannte Brauch der Befragung der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien, geht auf diese Praxis zurück.


...Der Einlegebrauch, d. h. das nächtliche Füllen der Schuhe o. Ä., basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die nachts vom heiligen Nikolaus beschenkt wurden. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt.

...in mittelalterlichen Klosterschulen gab es den Brauch, dass die Kinder sich am Nikolaustag einen „Kinderbischof“ aus ihren Reihen wählen durften. Nach dem Prinzip der verkehrten Welt predigte er den Erwachsenen und durfte ihr Verhalten tadeln. An einigen Orten blieb er bis zum 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder, im „Amt“. Oft werden Kinder angehalten, ihre Geschenkwünsche auf einem Wunschzettel festzuhalten. Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an St. Nikolaus. Diese werden in extra eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet.


...Schiffchensetzen nennt man den seit dem 15. Jahrhundert bekannten Brauch, bei welchem aus Papier oder anderem Material Nikolausschiffe gebastelt werden, in die der Heilige seine Gaben legen soll. Hintergrund für diesen Brauch dürfte das Schifferpatronat sein. Auch heute noch findet sich auf vielen Handelsschiffen ein Bildnis des St. Nikolaus. Das Nikolausschiffchen wurde später durch Stiefel, Schuh oder Strumpf abgelöst, zu denen später noch der Gabenteller hinzukam.Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Nüssen, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen usw. füllen kann.

...Indessen bringt der Nikolaus nicht nur Geschenke: In vielen Erzählvarianten beschenkt und lobt er die guten Kinder, während er die bösen tadelt und durch Schläge mit einer Rute bestraft. Welche Kinder im letzten Jahr gut und welche böse waren, liest er in seinem „goldenen Buch“. Viele Eltern laden ehrenamtliche oder bezahlte Nikolause ein, den Kindern zu Hause eine derartige „Predigt“ zu halten, die jedoch stets mit einer Bescherung endet...


...als Furcht einflößenden Gehilfen bekam der heilige Nikolaus in verschiedenen Ländern Begleiter zur Seite gestellt, in Deutschland Knecht Ruprecht, in Frankreich Père Fouettard, in der Schweiz Schmutzli, in Österreich, Bayern und Kroatien Krampus, in Luxemburg den Housecker, in den Niederlanden den Zwarte Piet, der einen gezähmten Teufel darstellen soll. Teilweise fand auch eine Aufgabenübertragung statt, so ist in dem Gedicht von Theodor Storm der Begleiter der Gabenbringer...unser Gabenbringer ist 23 cm groß, stammt aus der Revival Kollektion, kommt mit Nikolausmütze, Schleife mit original alter Schelle und einem gefüllten Nikolauspäckchen ins neue Heim...

Montag, 22. November 2010

Come they told me, pa rum pum pum pum...

...A new born King to see, pa rum pum pum pum
Our finest gifts we bring, pa rum pum pum pum
To lay before the King, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum...


...wer kennt nicht den Song Little Drummer Boy...von vielen Künstlern gesungen sind wohl die bekanntesten Versionen die von Bing Crosby und David Bowie...Das amerikanische Weihnachtslied erzählt die apokryphe Geschichte eines armen Jungen, der es sich nicht leisten kann, dem neugeborenen Jesus ein Geschenk zu machen und daher mit dem Einverständnis der Jungfrau Maria für ihn auf seiner Trommel spielt...


...auf wundersame Weise scheint der Neugeborene dies zu verstehen und lächelt ihn dankbar an...unser kleiner Trommler kommt mit Weihnachtsmütze, Schleife und Schelle sowie seiner Miniatur-Trommel ins neue Heim...Auftakt der neuen Weihnachtsedition 2010...weitere Unikate folgen...

Mittwoch, 10. November 2010

...Moon River, wider than a mile..

...I'm crossing you in style some day. Oh, dream maker, you heart breaker, wherever you're going I'm going your way...


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...Tiffany ist der einzige Ort auf der ganzen Welt, an dem sie sich wirklich wohl fühlt...unvergessen ist die Geschichte des völlig mittellosen, exzentrischen Partygirls
Holly Golightly
...das sich mit ihrer ansteckenden Lebendigkeit und ihrem überraschenden Einfallsreichtum durchs New Yorker Leben an der Upper East Side schlägt. Mit ihrem unverschämten Charme lässt sie ihre Verehrer am ausgestreckten Arm verhungern, dreht ihnen die Taschen um, ist für jeden Unsinn zu haben...und wenn das Elend sie überkommt, geht sie auf einen Sprung zum Edel Juwelier Tiffany auf der Fifth Avenue...



...Sie ist süchtig nach dem unerreichbar Schönen, dem traumwandlerischen Lebensgefühl, dem New Yorker Luxus und verliert dabei den Blick für die wahre Liebe. Als der Roman 1958 erschien, war es für Truman Capote der Durchbruch als Drehbuchautor... 1960 wurde die Lebensgeschichte der Holly Golightly mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle verfilmt...Im Unterschied zum Originalroman von Blake Edwards endet allerdings nur die Filmversion mit einem Happy End...
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...Two drifters off to see the world. There's such a lot of world to see. We're after the same rainbow's end...waiting 'round the bend, my huckleberry friend, Moon River and me...

Freitag, 5. November 2010

...Hans, ein Schlüssel und der Weg zum Glück...

...das Glück hat schon eine Vielzahl von Philosophen im Laufe der Jahrhunderte beschäftigt...das Wort Glück, wie wir es heute kennen, leitet sich von dem im 12. Jahrhundert verwendeten „gelücke“ ab, was soviel heißt wie...die Art, wie etwas endet oder gut ausgeht. Glück zu haben war seinerzeit nach Ansicht der Menschen nicht von eigenem Handeln oder Talenten abhängig sondern eher zufällig. Jedoch benutzte man im Volksmund häufig die Redewendung...Jeder ist seines eigen Glückes Schmied. Die Fähigkeit glücklich zu sein, hing in diesem Sinne sowohl von äußeren Umständen als auch von individueller Lebenseinstellung und Selbstbejahung ab. Schon Aristoteles hatte die Auffassung, dass der Mensch durch sein Handeln zu seinem Glück selbst beitragen kann..



...bis heute haben sich diese Worte gehalten. Wir sprechen auch häufig vom Schlüssel zum Glück, aber was macht uns glücklich? ...ist es unser Umfeld, in dem wir uns täglich bewegen, unsere Sozialkontakte und Freundschaften, die wir pflegen, materieller Reichtum oder eher unser innerer Reichtum, den wir durch unsere Lebenserfahrung in guten und schlechten Zeiten im Laufe unseres Lebens sammeln dürfen?



Über das Glück im Allgemeinen und Besonderen haben wir früher schon einmal philosophiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass es ein fein gemischter Coctail der vielen kleinen Dinge im Leben sind, die uns glücklich machen...aber allem voran ist es das Glück zu lieben und geliebt zu werden. Der Schlüssel zum Glück ist also auch der Schlüssel zum Herzen? ...dieser Schlüssel steht oft symbolisch dafür, dass unser Partner den Weg in unser Herz gefunden hat. Hans im Glück wartet mit seinem persönlichen Glücksschlüssel auf einen Platz in Eurem Herzen...

Mittwoch, 3. November 2010

...von Traumprinzen und anderen Märchen...


...es war einmal...so fangen alle Märchen an...Märchen von Prinzessinnen, von bösen Stiefmüttern, Hexen, Froschkönigen und Traumprinzen...der Wunsch nach Glück und einer Traumwelt, in der es immer ein Happy-End gibt, ist so alt wie die Menschheit.


...als Kinder haben wir vom charmanten Bilderbuch-Prinzen geträumt…schön, romantisch, intelligent, humorvoll und aufmerksam…im Laufe der Jahre haben wir gelernt, dass Realität und Märchenwelt nicht dasselbe sind…der Wunsch nach Mr. Right, der uns beschäftigt, unterhält, beschützt und glücklich macht ist jedoch geblieben.


...und weil in der kalten Jahreszeit der Wunsch nach Herzenswärme besonders groß ist, gibt es unter den Needful Friends auch dieses Jahr wieder einen Traumprinz, mit dem wir in eine Traumwelt abtauchen können, der viele Parallelen zu den geliebten Märchen aufweist…er kommt zwar nicht auf einem weißen Gaul daher, dafür darf er aber seinen handgeschnitzten Elch auf das Märchenschloß mitnehmen…

...es war einmal...

Montag, 1. November 2010

Herbstgäste...

Wer sich nähert,
den stoßt nicht zurück,
wer sich entfernt,
den haltet nicht fest,
und wer wiederkommt,
den nehmt auf,
als wenn er nicht weg gewesen wäre...
Johann Wolfgang von Goethe


...dieser Eichelhäher ist täglich unser Mittagsgast...