Samstag, 14. Februar 2009

Love and Peace....zum Valentinstag


1969 im amerikanischen Bundesstaat New York…der junge Musikproduzent Michael Lang arbeitet an der Verwirklichung seines amerikanischen Traums…er braucht vor allem Geld, um sein Aufnahmestudio zu finanzieren…Media Sounds hat seinen Sitz in Woodstock…eine von vielen Stars der damaligen Zeit dicht bewohnten Gegend…Lang gelingt es, zwei Unternehmer aus New York City für eine Idee zu gewinnen, die in die Geschichte eingehen wird…die gemeinsam gegründete Woodstock Ventures macht aus einer rein kommerziellen Idee heraus ein 3tägiges Open-Air Konzert, das Woodstock Festival for peace and music…das bis heute als musikalischer Höhepunkt der amerikanischen Hippie- und Flowerpower-Bewegung bezeichnet wird…

Wir erinnern uns an…Joan Baez, Janis Joplin, Arlo Guthrie, Crosby Stills Nash & Young, Jimi Hendrix und Joe Cocker…für viele wurde das Festival zum musikalischen Durchbruch. Rund eine Million Menschen machten sich auf den Weg…die Hälfte von ihnen blieben auf völlig verkehrsüberlasteten Wegen stecken und wurde von der Polizei wieder nach Hause geschickt...über 400.000 Besucher erreichten das Festival…wegen der verstopften Zugangswege wurden die Musiker mit Hubschraubern eingeflogen, das kassieren von Eintrittsgeldern wurde schnell zu unübersichtlich…zunächst war das Festival für die Veranstalter ein finanzieller Misserfolg…dass Woodstock zu einer Legende wurde, die durch die spätere Vermarktung den ganz großen Erfolg brachte, ahnte zu dem Zeitpunkt niemand…



Warum zog Woodstock seinerzeit so viele Besucher an? Vergleichbar mit der heutigen Love-Parade war auch Woodstock aus dem Untergrund dem Mainstream gefolgt und hatte sich zu einem Massenereignis entwickelt, das auch schnell entsprechend kommerzialisiert worden war.
Die Freiheitsbewegung der Zeit sowie einige politische Missstände wie der Vietnam-Krieg, gegen den man sich gemeinsam auflehnen konnte, trugen wie auch ein Revival des Rock´n Roll gegen Ende der 60ér Jahre dazu bei, dass Woodstock aus der 68ér Generation zu einem Festival des Widerspruchs und der Kritik wurde. Bemerkenswert war, wie friedlich alles trotz der großen Menschenmassen ablief…laut Berichten gab es zwei Drogentote, kamen 4 Babies zur Welt und wurden wahrscheinlich unzählige gezeugt…eine Umfrage 1989 ergab, dass 70% der Woodstock-Generation es bereut hat, damals nicht dabei gewesen zu sein.



Grosse Pop-Konzerte hatte es schon vor Woodstock gegeben, aber keines war so nachhaltig erfolgreich...3 days for love and peace...Erinnerung an ein grosses Event 1969...