Sonntag, 25. Januar 2009

...aus dem Leben eines Clowns...



…etwa eine Stunde braucht ein Clown, um sich komplett zu verwandeln…etwas weiß, ein bisschen rot, ein wenig schwarz…er trägt bunte Kleider, die ihm nicht passen, stolpert über viel zu große Schuhe und seine Haare stehen in alle Richtungen…

Getreu dem Motto: „Lache Bajazzo, auch wenn das Herz Dir bricht“…führt er in der Manege den dummen August vor…er benötigt für seine Arbeit ein reiches inneres Leben, dazu gehören auch negative und traurige Lebenserfahrungen, aus denen er Kraft schöpft, um seinem Publikum eine oft überzogene Seite eigener Schicksalsschläge darzustellen...

Schnell entsteht der Eindruck…dass der Beruf des Clowns eigentlich ein recht trauriger sein muss…aus dem Zwang, immer lustig sein zu müssen, kann schnell eine innere Anspannung entstehen, die mit der Lebenssituation des fahrenden Gewerbes und der daraus entstehenden sozialen Entwurzelung und Einsamkeit einhergeht.



Aber Clown sein kann auch bedeuten, Freiheit zu gewinnen…durch die eigenen Gefühle einer Dramaturgie zu folgen und durch paradoxe Darstellungen unseren Alltag zu spiegeln, der nicht immer fröhlich ist, aber der Clown kann erreichen, dass man darüber lacht…

Er bringt eine schauspielerische und pantomimische Höchstleistung, die ein großes Maß an Einfühlungsvermögen erfordert…das Wort Clown stammt aus dem lateinischen Colonus…zu deutsch Bauer…bereits vor 500 Jahren kannte man beim Theater den Witzbold, meist ein einfacher Mensch…ein Diener oder ein Bauer, über den die Leute lachen konnten…in Italien hieß er Arlecchin, Harlekin…bei uns war es der Hanswurst.

…seit etwa 200 Jahren tritt der Clown nicht mehr im Theater sondern im Zirkus auf…er berührt uns, er bringt uns zum lachen und manchmal tut er uns leid…bei ihm geht immer alles schief aber wenn er hinfällt…so steht er doch immer wieder auf…Akrobat schöööööön…ein Lebenskünstler, der sein Dasein ganz dem Kinderlachen gewidmet hat…



Mittwoch, 21. Januar 2009

...ein Glückstag oder Holly über das Glück...


Holly und ich beginnen den Tag gern mit einem kleinen Frühstück und einem warmen Kaffee am Computer...wir können uns langsam von den Inspirationen Eurer Blogposts wecken lassen, Gedanken sortieren, noch etwas die Seele baumeln lassen, bevor der Alltagsstress uns fest im Griff hat...heute morgen traf uns HIER die grosse Überraschung...die noch etwas schläfrigen Augen waren schlagartig weit aufgerissen...wir haben gewonnen...

...als wir an der Verlosung teilnahmen, hätten wir niemals gedacht, dass wir zu den auserwählten gehören werden. Es ist überhaupt so gut wie nie vorgekommen, dass wir etwas gewonnen haben. Parallel kam der Postbote und lieferte eine Sendung aus der Schweiz ab, die unendlich lange unterwegs war...Holly hatte schon nicht mehr damit gerechnet, dass sie uns überhaupt noch erreichen würde...

...es handelt sich um diese Spieldose, die ich für Holly bei ebay ersteigert habe. Vorn seht Ihr die Filmwerbung zu "Breakfast at Tiffany´s" und natürlich die unvergessene Holly Golightly. Öffnet man die Spieldose, so ertönt die Filmmusik "Moonriver" ...die Dose hat kleine Fächer, in der Schmuck und andere kleine Habseligkeiten verstaut werden können. Holly ist begeistert und hat auf der Stelle beschlossen, dass dies ein Glückstag ist...



...aber wie definiert man Glück? Glück ist etwas Lebensnotwendiges...ohne Glück kann niemand langfristig existieren...doch wenn es darum geht zu definieren, was uns wirklich glücklich macht, wissen wir oft selber keine klare Antwort. Stellen wir uns vor, unser grösster Traum, vorausgesetzt wir haben ihn klar vor Augen, ginge in Erfüllung...wie glücklich würden wir im Vergleich zu heute sein und wie lange würde dieses Glücksgefühl anhalten?

Die meisten Menschen glauben genau zu wissen, was sie glücklich macht und wie sie auf bestimmte Ereignisse emotional reagieren, doch damit liegt man oft falsch...wir können ziemlich klar die emotional verlaufende Richtung eines Ereignisses voraussehen...es ist klar, dass uns ein Urlaub positiver stimmt als ein Krankenhausaufenthalt. Wir sind uns darüber im Klaren, dass eine Beförderung im Job uns nicht nur mit Stolz erfüllt, sondern auch Ängste und Selbstzweifel und hohe Anforderungen mit sich bringen.

Wenn wir aber Glück genau definieren sollen, versagen wir oft, weil das, was wir für Glück halten nicht dauerhaft glücklich macht und sich das Gefühlsbarometer nach einer gewissen Zeit wieder auf das alte Niveau einpendelt.

Studien haben belegt, dass Menschen mit guten Sozialkontakten glücklich sind...auch die Ehe bzw. Partnerschaft bringt glücklichere Menschen hervor als es bei Singles der Fall ist...allerdings, wer in einer unglücklichen Ehe lebt, ist tendenziell unglücklicher als Unverheiratete oder Geschiedene.

Eine optimistische Lebenseinstellung und soziale Aktivität haben ebenfalls großen Einfluss auf unsere Lebenszufriedenheit...So können altruistische Akte beim Helfer geradezu wie eine Glücksspritze wirken...auch anderen vergeben können ist eine Eigenschaft, die belastende und negative Gefühle aufhebt und stark mit Glücksfähigkeit in Zusammenhang steht.

Erwiesen ist...dass Geld nicht glücklich macht. In einer Studie mit Lottogewinnern zeigte sich, dass der Höhenflug über den plötzlichen Geldsegen nach wenigen Monaten beendet war, ja der Wunsch nach mehr Geld sogar regelrecht glücksfeindlich zu sein scheint. Menschen, die Reichtum als höchstes Ziel setzen, sind mit ihrem Leben unterdurchschnittlich zufrieden, unabhängig davon, wieviel sie bereits besitzen.

Ergeben hat dagegen, dass erstaunlicherweise gesunde Menschen nicht zwangsläufig glücklicher sein müssen als Kranke und dass die Bildung eines Menschen keine Auswirkung auf sein Lebensglück haben muss. Glücklich machen wiederum die kleinen Freuden des Alltags...wer den Blick für das wirklich Wichtige nicht verliert und mit sich im Reinen ist, lebt nachgewiesen glücklich und sich Ziele zu setzen und diese dann auch zu erreichen kann geradezu Höhenflüge auslösen.



Holly schliesst aus all diesen Erkenntnissen, dass wir uns in die Kategorie der Glücklichen einreihen. Die kleinen Freuden haben heute an unsere Tür geklopft...wir danken Allerleirauh und ihrer Glücksfee für ihren Beitrag zu unserem persönlichen Glück...und wünschen auch Euch einen glücklichen Tag.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Sie ist da...

...ein Baby im Haus...
ist eine Minderheit an der Macht...

anonymes Sprichwort

...wie wahr...seit 2 Wochen stapeln sich hier die Mischpaletten...werden in der Needful Friends und Koboldkinder Werkstatt Farben angerührt, in vielen hauchdünnen Farbschichten ein zarter rosiger Babyteint ausgearbeitet...Haar eingepflanzt...jedes einzeln...Stück für Stück...es wurde ein passendes Bärenmädchen gearbeitet...gestrickt, gehäkelt, genäht...alles andere vergessen...liegengelassen...

...und hier ist nun das Ergebnis...die kleine Rachel...zarte 48 cm groß und 2.500 Gramm schwer...ich liebe ihren Marzipanteint...ihre rotblonden Haare...ihre strahlenden Augen und ihr kleines Mündchen...

Montag, 12. Januar 2009

Bärige Säuglingsstation...


...die Geburt der kleinen Rachel scheint sich etwas hinzuziehen...dafür kam heute ganz überraschend ein kleines Teddybaby zur Welt...

...seit 1930, als das erste Teddybaby von Steiff auf den Markt kam, haben auch Bären eine Kinderstube...die ersten Bärenjahre zeigten sich die beliebten Plüschgesellen mit recht steifem Kreuz, zwar mit treuem Blick aber im Gegensatz zu den Puppen, die ein deutliches Abbild eines Menschenkindes zeigten, wollte der Bär noch nicht so recht ins Kindchenschema passen.


...als Steiff sein erstes Teddybaby herausbrachte, war es der große Durchbruch...der Teddybär wurde mit dem Teddybaby kindlicher...es hatte einen offenen Mund, die Pfötchen waren leicht gebogen und seine Proportionen insgesamt rundlicher...eine neue Generation Teddy wuchs heran...


...meine ersten Entwürfe eines Teddybabies wurden schon vor vielen Jahren in die Produktion umgesetzt...darauf folgten die Miniaturen und die Teddybabies gerieten etwas in Vergessenheit...Finchen ist der Auftakt einer neuen Reihe Teddybabies mit großen Pfötchen und weichem Kreuz...
Finchen entdeckt aus ihrer Wiege heraus mit großen Bärenaugen ihre Welt...sie ist nur eine Handvoll Bär, ganz leicht beweglich und riecht wunderbar nach Baby...ihr Köpfchen muss gestützt werden...


Dylan Thomas sagte einmal...nichts wächst in unserem Garten, bloß Wäsche und Babies...frei übersetzt heisst es in unserer Bärenwerkstatt...
Nichts wächst in unserem Garten...
nur Needful Friends und Koboldkinder...

Donnerstag, 8. Januar 2009

Nostalgie...für die kleine Rachel


Das beste Mittel, einen Tag gut zu beginnen ist,
beim Erwachen daran zu denken,
ob man nicht wenigstens einem Menschen
eine Freude machen könnte...

Friedrich Nietzsche


...an diesen Spruch musste ich spontan denken, als vor vielen Monaten eine liebe Ebayerin mich anschrieb...sie hätte die Auktionen meiner Koboldkinder über einen längeren Zeitraum verfolgt...vor Kurzem hätte sie nun beim Aufräumen des Dachbodens alte Babystrickhefte aus den 60èr Jahren gefunden und ob sie mir eine Freude machen würde, wenn sie die Hefte kopiere und mir zusenden würde...welch liebe Idee...ich war entzückt...

...seit vielen Wochen blättere ich von Zeit zu Zeit immer wieder in diesen Heften...habe mir Anregungen geholt...und auch hier wurde in unseren Wollvorräten gestöbert...es kam ein Schurwollgarn zum Vorschein in zartem Rosenholzton...ideal für eine Babyjacke im nostalgischen Stil...die Knöpfe fand ich, wie der Zufall einen manchmal in Geschäfte lockt, die nicht auf den ersten Blick gesehen werden...in einem kleinen Stofflädchen im Nebendorf um die Ecke...


...fertig ist sie nun...die Nostalgiejacke für die kleine Rachel...die wahrscheinlich in der nächsten Woche das Licht der Welt erblicken wird...


...noch ein kleines Wunder geschah vor einigen Tagen, als Jeanette uns diesen schönen Christmas Spirit Award verlieh...das war eine große Überraschung...wir fühlen uns sehr geehrt und bedanken uns herzlich...obwohl uns der Winter fest im Griff hat, so ist doch die Weihnachtszeit abgeschlossen, die meisten Weihnachtsbäume haben sich selbstlos dem Kaminfeuer geopfert und so wird Holly Golightly diesen Award erst im Dezember weiterreichen, wenn alle Blogs wieder in festlichem Glanz erstrahlen.

Sonntag, 4. Januar 2009

Miss Holly Golightly...


...Tiffany ist der einzige Ort auf der ganzen Welt, an dem sie sich wirklich wohl fühlt...unvergessen ist die Geschichte des völlig mittellosen, exzentrischen Partygirls Holly Golightly...das sich mit ihrer ansteckenden Lebendigkeit und ihrem überraschenden Einfallsreichtum durchs New Yorker Leben an der Upper East Side schlägt.



...mit ihrem unverschämten Charme lässt sie ihre Verehrer am ausgestreckten Arm verhungern, dreht ihnen die Taschen um, ist für jeden Unsinn zu haben...und wenn das Elend sie überkommt, geht sie auf einen Sprung zum Edel Juwelier Tiffany auf der Fifth Avenue...
Sie ist süchtig nach dem unerreichbar Schönen, dem traumwandlerischen Lebensgefühl, dem New Yorker Luxus und verliert dabei den Blick für die wahre Liebe. Als der Roman 1958 erschien, war es für Truman Capote der Durchbruch als Drehbuchautor...
1960 wurde die Lebensgeschichte der Holly Golightly mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle verfilmt...Im Unterschied zum Originalroman von Blake Ewards endet allerdings nur die Filmversion mit einem Happy End.



Unsere seelenverwandte Needful Friends Version der Holly Golightly ist ab heute das neue Herz dieses Blogs, auch in unserem Profil zu sehen und wird in Zukunft die eine oder andere Kolumne zu allem, was das Leben schöner macht schreiben...