Samstag, 18. April 2009

Abschied...Oskarchen im Regenbogenland...


Mein Großvater pflegte immer zu sagen...der Herrgott lässt keine Bäume in den Himmel wachsen...und es scheint ein Naturgesetz zu sein...auf Sonnenschein muss Regen folgen. Nach einem traumhaften Wochenende aus Berlin heimgekehrt, mussten wir völlig unerwartet von unserem Oskarchen Abschied nehmen...was war passiert?
Seit Beginn des Jahres war Oskarchen immer wieder in Abständen sehr krank...es traten sporadisch Fieberschübe und Erbrechen auf, die mit offensichtlichen Schmerzen einhergingen, ohne dass die Ursache gefunden wurde. Unzählige Besuche in der Tierklinik blieben trotz gründlichster Untersuchungen ohne Ergebnis...Oskarchen erhielt diverse Antibiotika, die teilweise gar nicht oder nur sehr langsam anschlugen. Es war für uns alle eine sehr aufreibende Zeit, die von Mitleid und Hilflosigkeit geprägt war...
Anfang der Woche brach der kleine graue Kobold plötzlich zusammen, war nicht mehr in der Lage aufzustehen...noch nicht einmal sein Köpfchen konnte er anheben. Das Fieber war einer Untertemperatur gewichen, der Hund war kalt und in einem elenden Zustand...der Tierarzt konnte nur noch sein Sterben feststellen.
Sein Tod ist immer noch ungeklärt...eine Möglichkeit...ein MDR1 Gendefekt...MDR steht für multiple drug resistance...es handelt sich hierbei um eine multiple Medikamentenunverträglichkeit, die bei seltenen Hunderassen gelegentlich auftreten kann. Das MDR1 Gen entstand im Laufe unserer Evolutionsgeschichte bei allen Säugetieren, gehört zur Familie der sogenannten ABC Transporter, ist ein wichtiger Bestandteil der Blut-Hirn Schranke und dient der Entgiftung des Körpers.
Gelangen Giftstoffe, wie in diesem Falle Medikamente, in den Körper, produziert das MDR1 Gen ein Protein, das die Giftstoffe aus den Gehirnkapillaren in die Blutbahn zurück schleust und an Leber und Niere weiterleitet, wo sie abgebaut und ausgeschieden werden...ist das Gen defekt oder fehlt es gänzlich, kann dieser Proteintransmitter nicht gebildet werden...Medikamente setzen sich toxisch im Gehirn ab und vergiften langsam aber nachhaltig das zentrale Nervensystem.
Die Symptome sind Bewegungsstörungen, Desorientiertheit, epileptische Anfälle, Fieberschübe, Erbrechen...komatöse Zustände...die Folge Organversagen...eine weitere Möglichkeit wäre eine nicht erkannte Borreliose. Dafür würden die häufigen Fieberschübe sprechen. Gewißheit aber haben wir bis heute nicht...auffällig war allerdings, dass von Beginn an Medikamente gar nicht oder nur sehr langsam anschlugen...oft hatte ich den Eindruck, dass es Oskarchen nach jeder Medikamentengabe eher schlechter ging. Erst der Wechsel des Antibiotikums führte zum Therapie-Erfolg.
Multiple Medikamentenunverträglichkeit bezieht sich z.B. nur auf eine greifbare Anzahl bekannter Medikamenten-Inhaltsstoffe, die bei Kenntnis des Gendefekts umgangen werden und mit alternativen Medikamenten behandelt werden kann.
Unser kleines Oskarchen hinterlässt eine grosse Lücke...er wird immer in unserem Herzen sein.
Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.
Johann Wolfgang von Goethe

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Oh Anja, wie traurig. Es ist immer schmerzhaft ein vertrautes Wesen zu verlieren. Ich drück Dich...
Du warst in Berlin? Da hattet ihr ja super Glück mit dem Wetter.Wir sind gerade auf Wohnungssuche in Westdeutschland unterwegs..( Auf bald und liebe Grüße von Jule

Gabriela hat gesagt…

Ich wünsche dir Zeit und Geduld, dem Abschied und der Trauer Raum zu geben.
Er scheint die Gesichter deiner Kobolde inspiriert zu haben, dein Oskar, und wird auch weiterhin durch ihre Augen dich anschauen.
Viel Licht in die schattigen Tage wünscht dir
Gabriela

Gabriela hat gesagt…

Ich meine natürlich die Bärengesichtchen mit den dunklen Nasen. :-)
Sorry

helen hat gesagt…

I can't understand what you are writing about, but I must say that I love the picture of the dog.

So sweet! What a beautiful eyes!

Have a nice day!

Helen

EMMA hat gesagt…

liebe anja,
du hast mein aufrichtiges mitgefühl!!!!!!
es tut mir sehr sehr leid. ich kann nachfühlen wie du dich fühlst.

ich drück dich!!!!!!

pudelflicka hat gesagt…

Åh Anja, har din älskade hund gått bort ?
Vad sorgligt. Man älskar sina hundar så mycket och de betyder så enormt i ens liv.
Tänk på allt vad den har gett dig under dessa år!
Kram från Hedvig

Dekoherz hat gesagt…

Ich wünsche Dir sehr, dass Du nach der ersten schlimmsten Zeit der Trauer Oskar im Herzen und im Gedächtnis behältst - er war ein supergoldiges Kerlchen (auch ich dachte spontan an die Bärengesichter!).

Kennst Du das Gedicht von der Regenbogenbrücke? Über Google findest Du es sicher. Man kann beim Lesen seinen Tränen freien Lauf lassen und irgendwie ist es ein tröstender Gedanke ..

Ich drück Dich ganz fest!

Liebe Grüße
Melanie

lille stofhus hat gesagt…

Wie traurig liebe Anja.
Das tut mir so leid für Euch.
Ich drück Dich ganz doll.


LG Gela

Allerleirauh hat gesagt…

Das tut mir so Leid für dich, deine Kinder und für deinen Hund auch.
Innige Grüsse, Allerleirauh

Cecie hat gesagt…

was für ein wunderschönes tier mit einem intensiven blick...

ich musste auch schon tierische seelenverwandte gehen lassen und sei dir sicher, du hast mein ganzes mitgefühl.

ich wünsche dir und euch, dass ihr euch irgendwann mit einem lächeln an das familienmitglied erinnern könnt.

alles liebe, Cecie

belle-blanc hat gesagt…

Hallo Anja,
es tut mir so leid. Der Verlust, den Ihr erleiden musstet ist groß. Ich finde geliebte tierische Wegbegleiter hinterlassen eine ebenso große Lücke wie unsere menschlichen Freunde und Lieben. Schenken sie uns doch Wärme, Liebe, Hinngabe und Ihr Herz und dies ihr Leben lang... Ich fühle mit Dir, ganz liebe Grüße, Mira

Bernadette hat gesagt…

Das tut mir so leid für euch! Tiere sind die allerbesten Freunde und es ist schwer, sie gehen zu lassen. Ich wünsche dir viele wunderschöne Erinnerungen an den kleinen Gefährten!

. hat gesagt…

liebe anja, der blick des süßen kleinen kerlchens berührt mich tief...ich wünsche dir viel kraft und schöne erinnerungen in dieser zeit...

ganz liebe grüße barbara

melontha hat gesagt…

Hallo Anja,

das ist ja sehr traurig, ich weiss wie schmerzhaft das ist, ich habe es auch schon miterlebt. Nur die Zeit und der Gedanke, dass er jetzt nicht mehr leiden muss können da ein wenig helfen. Mein Rudi ist jetzt 14 Jahre, da darf ich gar nicht dran denken, wenn diese Zeit kommt.

Liebe Grüsse melontha

Ivonne hat gesagt…

Oh, wie traurig!
Ich wünsche Euch viel Kraft über Euren schmerzvollen Verlust hinwegzukommen.

Festhalten was man nicht
halten kann,
begreifen wollen was
unbegreiflich ist,
im Herzen tragen was ewig ist.

Lieben Gruß Ivonne

Hatteshuus hat gesagt…

Mensch, Anja, wie traurig. Und was für ein hübsches Kerlchen Oskar ist bzw. war!

Drück Dich.

LG *Svenja*

Casarth-Bären hat gesagt…

Es tut mir sehr leid für euch. Und ich kann es sehr gut nachvollziehen. Ich wünsche dir unheimlich viel Kraft diese schwere zeit duchzustehen.
Ganz liebe Grüße von Ines und den casarthbaeren

Lapplisor hat gesagt…

Auch mich berührt euer Verlust, liebe Anja.
Der kleine Oskarchen hinterlässt bestimmt eine grosse Lücke - doch die Erinnerungen helfen euch hoffentlich über diesen Verlust hinweg.
Traurige Knuddelgrüsse
♥☼♥Barbara♥☼♥

Schönsinn hat gesagt…

Liebe Anja,
Ich weiß genau wie Du Dich fühlst.
Um mich von meinem Verlust abzulenken, der uns letzte Woche ereilt hat, bin ich durch die Blogwelt gestreift und habe Dich durch Zufall gefunden...
Deinem Gedicht sind keine Worte mehr hinzu zu fügen, ausser meinem Mitgefühl...
Liebe Grüße,
lena

hexenpüppi hat gesagt…

Ich drück dich mal ganz feste ...

Ich kann dir so nachfühlen ... Tiere sind einfach die treuesten Freunde!

GGLG, Ines!

RosenHerz hat gesagt…

Wahrlich ein grosser Verlust, denn die Tiere haben einen Platz in unseren Herzen erobert. Welch wahre Worte, "sie bleiben ewig in unserem Herzen"!
lg
sabine

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Liebe Anja,
vor einiger Zeit musste ich auch meinen geliebten treuen Kater gehen lassen - es tut so weh -
deine Trauer berührt mich sehr -
ich wünsche dir von ganzem Herzen Kraft - ich drücke dich -
es gibt Momente im Leben, da steht die Welt still - und wenn sie sich wieder dreht, ist nichts mehr wie es war -
ganz liebe Grüße - Ruth