Samstag, 29. November 2008

alle Jahre wieder...LADISLAUS und ANNABELLA


...in der Ecke eines Fensters unten rechts im Warenhaus
sitzt die Puppe Annabella mit dem Bären Ladislaus.
Annabella weint und jammert, Ladislaus der grunzt und schnauft:
Weihnachtsabend ist gekommen und die zwei sind nicht verkauft…

"Armer Bär!" seufzt Annabella, "Arme Puppe" schluchzt der Bär.
Tränen kullern in die Ecke und das Herz ist beiden schwer.
In dem leeren Warenhause löscht man langsam Licht um Licht
nur in diesem einen Fenster, da verlöscht die Lampe nicht.



Voller Mitleid mit den beiden lässt der brave alte Mann
von der Wach- und Schließgesellschaft diese Lampe an.
Dann verlässt er Annabella und den Bären, welcher klagt
und mit sehr gepresster Stimme "Lebewohl" und "Servus" sagt.

In der menschenleeren Strasse, abendstill und schneeverhüllt
sind die beiden in dem Fenster ein betrüblich Jammerbild.
Traurig vor der großen Scheibe fallen Flocken, leicht wie Flaum
und im Hause gegenüber glänzt so mancher Lichterbaum.



Zehn Uhr schlägt`s vom nahen Turme und fast schlafen beide schon,
da ertönt im Puppenhause laut das Puppentelefon.
"Hallo!" fragt der Bär verschlafen, "hier im Kaufhaus. Wer ruft an?"
Da vernimmt er eine Stimme und die brummt:"Der Weihnachtsmann!"

"Oh!" ruft Ladislaus erschrocken "was darf`s sein ich bitte sehr?"
"Eine schöne Puppenstube, eine Puppe und ein Bär!"
"Das ist alles noch zu haben!" ruft die Puppe Annabell`.
"Kommen Sie zum Warenhause unten rechts, doch bitte schnell!"



Das ist eine Überraschung! Ladislaus kämmt schnell den Schopf
und die Puppe Annabella macht ein Schleifchen in den Zopf.
Und schon zehn Minuten später kommt ein Schlitten und ein Roß
und ein Alter steigt vom Schlitten und ein Schlüssel knarrt im Schloß.

Ladislaus, der quiekt und jodelt, Annabella lacht und singt,
als der Weihnachtsmann die beiden in den Pferdeschlitten bringt.
Grad in diesem Augenblicke kommt der brave alte Mann
von der Wach- und Schließgesellschaft wieder zur Kontrolle an.



Höflich grüßt er die Gesellschaft, springt zurück ins Warenhaus,
holt die schöne Puppenstube und dann trägt er sie hinaus.
Leise sagt er zu der Puppe: "Frohes Fest, mein kleines Kind!"
Während eine kleine Träne in den großen Schnurrbart rinnt.

..."Frohes Fest!" sagt Annabella.
"Frohes Fest" sagt Ladislaus...
...dann wird`s dunkel in dem Fenster
unten rechts im Warenhaus...

...aus Gedichte für Kinder von James Krüss 1926...

Mittwoch, 26. November 2008

...die Weihnachtsmaus...

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
...sogar für die Gelehrten...
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.
Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.
Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!
Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

aus Gedichte für Kinder von James Krüss

Freitag, 21. November 2008

Nathan im Pfefferkuchenrausch...


Pfefferkuchen, o wie fein,
neun Gewürze müssen`s sein.
Sie alle haben fremde Namen,
sagen uns, woher sie kamen.
Ob China, Indien, Sansibar,
ob es Ägypten, Zypern war,
in alter Zeit schon hoch begehrt,
war`n sie so viel wie Gold wohl wert.
Auf vielen alten Handelswegen
kamen sie zu uns, ach, welch ein Segen.
Sonst gäb es keinen Pfefferkuchen,
den wir so gerne doch versuchen:
mit Ingwer,Pfeffer Zimt, Muskat,
Anis und Fenchel schön parat,
auch Kardamon gehört hinein,
wie Koriander, feins Nägerlein.
sind dann neun aus aller Welt,
zu unserem Wohl und Gottes Lob bestellt.


Montag, 17. November 2008

...erster Schnee...


Ans Fenster kommt und seht,
was heute vor sich geht...
Es kommt vom grauen Himmel
in dämmerndem Gewimmel
der erste Schnee herab
...die Flocken, auf und ab.
Wie Schmetterlinge fliegen sie,
wie weiße Blätter wiegen sie
in leichten Lüften sich...
hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
wo unsere Schlitten stehen,
der große und der kleine,
der meine und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn...

...Wintergedicht von Heinrich Seidel...



Freitag, 14. November 2008

...bärige Vanillekipferl...


...bald beginnt die Vorweihnachtszeit...nicht nur für Kinder...auch für Bären eine Zeit des Wartens, der Vorfreude und des Plätzchenbackens...

Weihnachtliche Bäckerei begann in den Klöstern des Mittelalters...es galt lange als gesellschaftlich auferlegtes MUSS, Armen zu helfen, indem rundum Weihnachten und Neujahr Gebäck verteilt wurde.

Schon lange bevor der Weihnachtsbaum Einzug in die häuslichen Wohnzimmer fand, wurde eines der bekanntesten Bäckereien...Kipferl zu Weihnachten gebacken...ein ursprünglich heidnisches Gebäck. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts machte ein deutscher Forscher eine Entdeckung, die die Welt des Backens revolutionieren sollte...er fand einen synthetischen Ersatz für Vanille, nannte ihn "Vanillin" und stellte ihn fabriksmaessig her. Der Grundstein fuer die Verbreitung der beliebten Weihnachtsbäckerei war gelegt.

Bei den Needful Friends erfreut sich dieses Gebäck jedes Jahr wieder großer Beliebtheit...hier BEN`s Rezept...



200 g Weizenvollkornmehl (Dinkel)
150 g gem. Mandeln
2 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb, 1 Ei
etwas Salz
100 g Rohrzucker
150 g Butter
- 1/2 Pckg. Puderzucker und 2 Päckchen Vanillezucker zum wälzen -

Zucker, Eier und Butter verquirlen...Mehl, gem. Mandeln und den Rest der Zutaten hinzu geben...zu einem Mürbeteig verkneten und 1 Stunde kalt stellen. Den Teig zu 3 cm dicken Rollen verarbeiten und jeweils 6 cm große Stücke abschneiden...zu Kipferln biegen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech plazieren...nicht zu dicht aufeinander...bei 175 Grad auf mittlerer Schiene etwa 16 Minuten backen...die noch warmen Kipferl in einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker noch warm wälzen und auskühlen lassen.

Mittwoch, 12. November 2008

...mit St. Martin fängt der Winter an...


kennt ihr das Lied...St. Martin ist ein milder Mann...gesungen wird auch von dem Mantel, den er mit seinem Schwert halbiert und in einer kalten Winternacht mit einem Bettler teilt...

...Martin, der selbst ein armer Mann war und in tätiger Nächstenliebe handelte, soll dann Nachts im Traum Christus im halben Mantel erschienen sein...was Martin zum Christentum bekehrte...so die Legende...

Martin wurde im Jahr 371 zum Bischof von Tours gewählt und gewann die Herzen aller durch seine Mildtätigkeit. Nach seinem Tod und der Beisetzung am 11.11.397 und nach seiner Heiligsprechung wurde St. Martin zum Schutzpatron...der Martinstag am 11. November wird seit jeher ganz unterschiedlich gefeiert...am meisten verbreitet ist das uns allen bekannte Laternenfest mit großem anschließendem Martinsfeuer...im Süden feiert man mit Märteswein und Martinsgans...einem Orakel nach soll die Farbe des Brustbeins der Gans einiges weissagen...ist es blaß gibt es einen kalten Winter...ist es blutvoll rot gehen die Vorräte nicht aus.

Früher war St. Martin ein Feiertag der Bauern...auf den Höfen hatte man alle Hände voll zu tun...das Vieh wurde in die Ställe gebracht und die Schlachtzeit begann...Jahresabgaben wurden fällig...Pacht und Zinsen häufig auch in Naturalien wie Enten, Gänsen und Schweinen bezahlt...

...für das Gesinde begann ein neues Dienstjahr, das mit Martinsbier gefeiert wurde. Hierfür zogen sie mit Bettelliedern um die Häuser und sammelten Eier und Speck für den Martinsschmaus...die Häuser wurden mit immergrünen, heiligbringenden Martinszweigen und Ruten geschmückt...so beschwor man Freude und Hoffnung in dunklen Wintertagen und der folgenden kargen Fastenzeit...ein Brauch, der sich am 11.11. mit dem Einläuten der närrischen Zeit bis heute gehalten hat...



Sonntag, 9. November 2008

Marylin...die Geschichte einer Legende


A kiss on the hand may be quite continental
but diamonds are a girls best friend
a kiss may be grand but it won´t pay the rental
on your humble flat...

Kennt ihr es noch...aus dem Film Blondinen bevorzugt? zahlreiche Legenden ranken sich auch nach so vielen Jahren immer noch um ihren rätselhaften Tod...der großen Marylin Monroe...wirklich geklärt ist dieser immer noch nicht...Tatsache ist, dass sie sowohl mit John F. Kennedy als auch mit seinem Bruder Robert ein Verhältnis hatte...man sagt, dass sie indirekt sogar für John F. Kennedy´s Tod verantwortlich war...eine spannende und irgendwie auch romantische Geschichte...



...bei einem Staatsbesuch in den USA soll Nikita Chrustschow sich sofort unsterblich in sie verliebt haben...er hatte sie sogar für einen Film-Epos der sowjetischen Filmindustrie als Hauptdarstellerin vorgesehen...ich glaube es war Katharina die Große, die sie spielen sollte...es wurden später Vorverträge gefunden, die diese Geschichte belegen, besetzt wurde die Rolle dann allerdings mit einer anderen Schauspielerin...aber ich weiche ab...

Zurück zum rätselhaften Tod der großen Marylin...man sagt, Kennedy habe sie vom CIA umbringen lassen, als sie ihm lästig wurde...Nikita rasend vor Trauer und Zorn soll dann im Gegenzug den Mord an John F. Kennedy in Auftrag gegeben haben...ein erfahrener Killer aus der noch jungen DDR soll den Auftrag ausgeführt haben, der vor wenigen Jahren als alter Mann in einer für ihn neuen Welt des wiedervereinigten Deutschlands einem Krebsleiden erlag und kurz vor seinem Tod sein Gewissen erleichterte...



Mag alles sein, klingt genauso plausibel oder nicht plausibel wie andere Legenden um John F. Kennedy und Marilyn´s Tod...jedoch hat niemand ernsthaft an die jeweiligen offiziellen Darstellungen von Marilyn´s Selbstmord oder Lee Harvey Oswald´s "Meisterschuß" auf JFK...der ihn bekanntlich gleich mehrmals und von mehreren Seiten durchbohrt haben soll...geglaubt. Mögen sie nun in Frieden ruhen...sie haben ihr Geheimnis mit in den frühen Tod genommen.


Freitag, 7. November 2008

Samstag, 1. November 2008

...bärige Gedanken zu Allerheiligen...


Gott gebe Dir
für jeden Sturm einen Regenbogen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorge eine Aussicht
und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit...



Für jedes Problem,
das das Leben schickt,
einen Freund, es zu teilen,
für jeden Seufzer ein schönes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet...

...altirischer Segensspruch...