Mittwoch, 26. November 2008

...die Weihnachtsmaus...

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
...sogar für die Gelehrten...
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.
Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.
Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!
Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

aus Gedichte für Kinder von James Krüss

Freitag, 21. November 2008

Nathan im Pfefferkuchenrausch...


Pfefferkuchen, o wie fein,
neun Gewürze müssen`s sein.
Sie alle haben fremde Namen,
sagen uns, woher sie kamen.
Ob China, Indien, Sansibar,
ob es Ägypten, Zypern war,
in alter Zeit schon hoch begehrt,
war`n sie so viel wie Gold wohl wert.
Auf vielen alten Handelswegen
kamen sie zu uns, ach, welch ein Segen.
Sonst gäb es keinen Pfefferkuchen,
den wir so gerne doch versuchen:
mit Ingwer,Pfeffer Zimt, Muskat,
Anis und Fenchel schön parat,
auch Kardamon gehört hinein,
wie Koriander, feins Nägerlein.
sind dann neun aus aller Welt,
zu unserem Wohl und Gottes Lob bestellt.


Montag, 17. November 2008

...erster Schnee...


Ans Fenster kommt und seht,
was heute vor sich geht...
Es kommt vom grauen Himmel
in dämmerndem Gewimmel
der erste Schnee herab
...die Flocken, auf und ab.
Wie Schmetterlinge fliegen sie,
wie weiße Blätter wiegen sie
in leichten Lüften sich...
hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
wo unsere Schlitten stehen,
der große und der kleine,
der meine und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn...

...Wintergedicht von Heinrich Seidel...



Freitag, 14. November 2008

...bärige Vanillekipferl...


...bald beginnt die Vorweihnachtszeit...nicht nur für Kinder...auch für Bären eine Zeit des Wartens, der Vorfreude und des Plätzchenbackens...

Weihnachtliche Bäckerei begann in den Klöstern des Mittelalters...es galt lange als gesellschaftlich auferlegtes MUSS, Armen zu helfen, indem rundum Weihnachten und Neujahr Gebäck verteilt wurde.

Schon lange bevor der Weihnachtsbaum Einzug in die häuslichen Wohnzimmer fand, wurde eines der bekanntesten Bäckereien...Kipferl zu Weihnachten gebacken...ein ursprünglich heidnisches Gebäck. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts machte ein deutscher Forscher eine Entdeckung, die die Welt des Backens revolutionieren sollte...er fand einen synthetischen Ersatz für Vanille, nannte ihn "Vanillin" und stellte ihn fabriksmaessig her. Der Grundstein fuer die Verbreitung der beliebten Weihnachtsbäckerei war gelegt.

Bei den Needful Friends erfreut sich dieses Gebäck jedes Jahr wieder großer Beliebtheit...hier BEN`s Rezept...



200 g Weizenvollkornmehl (Dinkel)
150 g gem. Mandeln
2 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb, 1 Ei
etwas Salz
100 g Rohrzucker
150 g Butter
- 1/2 Pckg. Puderzucker und 2 Päckchen Vanillezucker zum wälzen -

Zucker, Eier und Butter verquirlen...Mehl, gem. Mandeln und den Rest der Zutaten hinzu geben...zu einem Mürbeteig verkneten und 1 Stunde kalt stellen. Den Teig zu 3 cm dicken Rollen verarbeiten und jeweils 6 cm große Stücke abschneiden...zu Kipferln biegen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech plazieren...nicht zu dicht aufeinander...bei 175 Grad auf mittlerer Schiene etwa 16 Minuten backen...die noch warmen Kipferl in einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker noch warm wälzen und auskühlen lassen.

Mittwoch, 12. November 2008

...mit St. Martin fängt der Winter an...


kennt ihr das Lied...St. Martin ist ein milder Mann...gesungen wird auch von dem Mantel, den er mit seinem Schwert halbiert und in einer kalten Winternacht mit einem Bettler teilt...

...Martin, der selbst ein armer Mann war und in tätiger Nächstenliebe handelte, soll dann Nachts im Traum Christus im halben Mantel erschienen sein...was Martin zum Christentum bekehrte...so die Legende...

Martin wurde im Jahr 371 zum Bischof von Tours gewählt und gewann die Herzen aller durch seine Mildtätigkeit. Nach seinem Tod und der Beisetzung am 11.11.397 und nach seiner Heiligsprechung wurde St. Martin zum Schutzpatron...der Martinstag am 11. November wird seit jeher ganz unterschiedlich gefeiert...am meisten verbreitet ist das uns allen bekannte Laternenfest mit großem anschließendem Martinsfeuer...im Süden feiert man mit Märteswein und Martinsgans...einem Orakel nach soll die Farbe des Brustbeins der Gans einiges weissagen...ist es blaß gibt es einen kalten Winter...ist es blutvoll rot gehen die Vorräte nicht aus.

Früher war St. Martin ein Feiertag der Bauern...auf den Höfen hatte man alle Hände voll zu tun...das Vieh wurde in die Ställe gebracht und die Schlachtzeit begann...Jahresabgaben wurden fällig...Pacht und Zinsen häufig auch in Naturalien wie Enten, Gänsen und Schweinen bezahlt...

...für das Gesinde begann ein neues Dienstjahr, das mit Martinsbier gefeiert wurde. Hierfür zogen sie mit Bettelliedern um die Häuser und sammelten Eier und Speck für den Martinsschmaus...die Häuser wurden mit immergrünen, heiligbringenden Martinszweigen und Ruten geschmückt...so beschwor man Freude und Hoffnung in dunklen Wintertagen und der folgenden kargen Fastenzeit...ein Brauch, der sich am 11.11. mit dem Einläuten der närrischen Zeit bis heute gehalten hat...



Freitag, 7. November 2008

...in ein paar Stunden...

...ist es wieder soweit...








...wir sind sehr gespannt auf den kleinen Elias...wie wird er wohl aussehen?

Samstag, 1. November 2008

...bärige Gedanken zu Allerheiligen...


Gott gebe Dir
für jeden Sturm einen Regenbogen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorge eine Aussicht
und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit...



Für jedes Problem,
das das Leben schickt,
einen Freund, es zu teilen,
für jeden Seufzer ein schönes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet...

...altirischer Segensspruch...