Dienstag, 21. Oktober 2008

...und wieder einmal warten wir...


...auf die kleine Anouk...grönländisch für kleiner Bär...



Bis in die 30-er Jahre des vorigen Jahr­hunderts wurden die Inuitfrauen während der Geburtswehen, nur mit Wasser gegen den Durst, allein in einem Zelt oder dem Qarmaq zurückgelassen, das nur für diesen Zweck gebaut worden war. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass die Wände des Erdbaus glatt waren, um eine leichte Geburt zu symbolisieren. Gebar sie in einem Iglu, war der letzte Stein be­sonders wichtig. Er musste möglichst groß sein, auch das stand für eine leichte Geburt. Die Frau gebar ihr Kind auf einem Fell und band die Nabel­schnur eigenhändig mit Sehnen ab. Danach durfte sie mehrere Tage die Be­hausung nicht verlassen, solange bis die Nabelschnur des Neugeborenen abgefallen war. Diese Behandlung der Frau er­scheint grausam und unmenschlich. Heute, nach Beendigung des Nomaden­lebens, gebären auch die Eskimo-Frauen ihre Kinder in Blockhütten oder dem Ge­sundheits­zentrum der Siedlung und werden von geschultem Personal unterstützt.



Die Kindererziehung ist bei den Eskimos eine sehr liebevolle Angelegenheit. Kinder werden verhätschelt, aber nie geschlagen und kaum bestraft. Sie müssen später einmal für ihre Eltern sorgen, und werden schon im Alter von vier bis fünf Jahren in die Jagdkünste und die Haushaltspflichten mit einbezogen. Um Kindern einen gewissen Schutz vor bösen Geistern zu gewähren, werden ihnen zahlreiche Amulette umgehängt. Sie sollen später aus den Mädchen gute Näher­innen, die warme wasserfeste Kleidung herstellen können, und aus Jungen erfolgreiche Jäger machen. Diese Aufgaben­teilung bewirkt, dass Mann und Frau gegenseitig voneinander abhängig sind, was letztendlich den Respekt zueinander sichert.



Kommentare:

Crea-Nette hat gesagt…

du schaffst es immer uns so richtig hibbelig zu machen. Wie wird das kleine Eskimomädchen aussehen? Wird es eine schwierige Geburt, oder ganz leicht, wie die glatte Wand?
Ich bin wirklich sehr gespannt. Und die Schuhe sind einfach zu süüüüüß.
LG Janet

wollixundstoffix hat gesagt…

Der Bär muss ja wunderschön werden - wie eigentlich alle - die Kleidung ist schon sehr vielversprechend.
ganz liebe grüße von monikaa

Eva hat gesagt…

Und was macht eine Eskimofrau, die lieber jagen möchte??? Und ein Eskimomann, der gerne näht??? Müssen die nach New York gehen?...;)
Ich finde deine Geschichte immer wunderschön, die Liebe zum Detail hört halt nicht bei Äußerlichkeiten auf.
LG Eva

Tausendschön hat gesagt…

oooooooh, nein kein bärchen...ein märchen, äh grönlandmädchen ;-)
ja wie wird sie aussehen...zum anbeissen süss...umwerfend...ehrfürchtigmachend...hach, ist träumen schön...liebste grüsse, silke

Anne-Mette hat gesagt…

Åh, hvad finder du mon nu på? Tøjet er bedårenden og jeg er også sikker på, at indholdet vil være uimodståeligt, kære Anja. Glæder mig til at se det.
Knus
Anne-Mette

Iris H. hat gesagt…

so niedlich kleine sachen zu stricken!!

und die farben, herrlich!