Montag, 21. Juli 2008

...eine kleine Teegeschichte...erzählt von Hashito

...mein Name ist Hashito...ich bin ein Anime aus der Needful Friends Bärenschmiede und möchte Euch heute in die Welt des Tees entführen...

… es war einmal ein Kaiser namens Shen-Nung. Er war ein großer Gelehrter und Pflanzenkundler. Jeden Tag trank er sein sorgfältig abgekochtes Wasser, damit er sich innerlich reinigte, denn für ihn war dieses Ritual eine Garantie dafür, niemals krank zu werden.
An einem Frühlingsabend im Jahre 2737 v.Chr., als der Kaiser unter einem wilden Teebaum ruhte, wehte der leichte Wind einige Blätter in das bereits sprudelnde Wasser. Er kostete das Getränk und fand es so wunderbar erfrischend, dass er sofort diese Pflanze in seinem Garten anbauen ließ. Er trank täglich von diesem köstlichen Tee und lebte glücklich bis an sein Lebensende…

Bis vor 150 Jahren kam jeder Tee, der auf der Welt verkauft wurde aus China oder Japan. Erst als die Briten Mitte des vorletzten Jahrhunderts in Indien, Ceylon und Afrika Tee anbauten, verlor China seine exklusive Stellung auf dem Weltmarkt. Noch heute ist China nach Indien der zweitgrößte Tee-Erzeuger der Welt. Mit fast 70% macht der grüne Tee den Löwenanteil der chinesischen Teeproduktion aus. Die chinesischen Teesorten werden nach Anbaugebieten benannt, während in Japan der dort ausschließlich grün produzierte Tee nach Herstellungsart benannt wird. So können in Japan Teesorten gleichen Namens unterschiedlichste Qualitäten aufweisen, da das Aroma natürlich von unterschiedlichen Höhenlagen und Sonneneinwirkungen beeinflusst wird. Nirgendwo auf der Welt wird die Teeherstellung so von Geheimnissen begleitet wie in China. Es soll Teegärten geben, von deren Existenz nicht einmal die Einheimischen wissen. In diesen Gärten werden, angeblich von Hunden bewacht, die besten Tees der Welt produziert. Der Tee wird dort durch die „kaiserliche Pflückung“ geerntet. Eine Sage aus dem alten China berichtet von kaiserlichen Jungfrauen, die die erste Knospe und das erste Blatt mit goldener Schere und Handschuhen vom Strauch ernteten – eine werbeträchtige Geschichte….obwohl auf den großen Teeplantagen zum großen Teil maschinell gearbeitet wird, erntet und verarbeitet man die exklusivsten Teesorten auch heute noch von Hand.

...two leaves and a bud…lautet noch heute die Regel bei der ersten Ernte der Teepflanze “Thea Sinensis”, von der alle Teesorten abstammen. Nur die Herstellungsart unterscheidet den grünen vom schwarzen Tee. Wir sprechen von fermentiertem schwarzen und unfermentiertem grünen Tee. Der letzte Arbeitsgang, die Röstung, gibt dem schwarzen Tee seine dunkle Farbe, während der grüne Tee lediglich getrocknet wird und so seine ursprüngliche, grüne Farbe und aber auch seine Vitamine behält. Somit ist der grüne Tee reich an Vitaminen, Polyphenolen und Gerbstoffen, die der Gesundheit zuträglich sind…da hatte unser Kaiser also doch Recht.

In Japan hat das Teetrinken eine ganz besondere Bedeutung, die im Zen-Buddhismus seinen Ursprung hat. Teetrinken kann jeder, aber die japanische Teezeremonie verwandelt den alltäglichen Vorgang fast in ein religiöses Ritual. Die Menschen der Welt können hier die Kunst der Langsamkeit entdecken. Der Tee dient zur inneren Reinigung und Gastgeber und Gäste verbinden sich in einem erhabenen Gefühl miteinander und wollen Reinheit, Harmonie, Ehrfurcht und Stille erleben.

...Für Europäer bedeutet bereits das Zusehen bei einer japanischen Teezeremonie eine große Herausforderung, denn wo Werte wie Schnelligkeit und Rationalität hochgehalten werden, hat man es schwer mit Bedächtigkeit und Ritualen, die Muße erfordern. Bis eine Schale Tee gefertigt ist kann es hier schon mal eine dreiviertel Stunde dauern…die Teezeremonie will ja gerade durch das ihr eigene Tempo die Teilnehmer zur Ruhe führen.
Während in Japan die Teezubereitung ganz speziellen Regeln unterworfen ist, so ist auch bei uns die Zubereitung des perfekten Tees unter Teeliebhabern ein Thema endloser Diskussionen. Aus der Vielzahl der Rezepte und Empfehlungen lassen sich jedoch gewisse Grundregeln ableiten.

Die Wasserqualität ist hier von großer Bedeutung. Der im Wasser enthaltene Sauerstoff trägt entscheidend zum Aufguss bei. Wasser, das lange in der Leitung oder im Wasserkocher steht, wird schal und es verliert seine wesentlichen Bestandteile. Man nehme daher möglichst frisches und reines Wasser. Während schwarzer Tee mit kochendem Wasser übergossen wird, darf das Wasser für die Zubereitung grünen Tees nur 70-80 Grad heiß sein. Das Wasser kocht also an und steht dann etwa 5 Minuten. Erst dann wird der Tee übergossen. So bleiben die im grünen Tee enthaltenen Vitamine erhalten. Schwarzer Tee zieht etwa 3-4 Minuten, während grüner Tee nicht länger als 2 Minuten ziehen darf.

Teeblätter brauchen beim Ziehen Entfaltungsspielraum. Die Filter sollten daher groß genug sein, damit sie das Anschwellen der Blätter nicht behindern, sonst wären die Blätter ja förmlich eingesperrt. Nach dem Ziehvorgang wird der Teefilter entfernt und kann bei grünem Tee bis zu 3 Mal wieder aufgebrüht werden ohne dass die Qualität der Tasse darunter leidet.

Ob die Kanne vorgewärmt wird ist umstritten und vom Material abhängig. Dünne Porzellankannen vertragen ein kurzes Vorwärmen, während gusseiserne Kannen die Hitze sofort annehmen und auch sehr lange halten.

Zur Teemenge gibt es ebenfalls keine feste Regel. Entscheidend ist der persönliche Geschmack. Ein kleiner Teelöffel pro Tasse ist ein guter Anhaltspunkt. Natürlich ist die Teemenge auch von der Qualität und des Aromas abhängig.

Die beinahe unendliche Vielfalt des Tees birgt einen Geschmacksreichtum in sich, der nur mit dem Keller eines Weinkenners zu vergleichen ist.

Kommentare:

Desirée hat gesagt…

Hashito, ich freu mich so auf dich! Deine Vorliebe für Tee teile ich schon mal. Allerdings kann ich da wohl noch eine Menge von dir lernen (... zumindest über die Teebeutelphase bin ich hinaus ;)
Bis bald. Gute Reise, Kleiner.

Domo arigato
Desirée

NeedfulFriends&Koboldkinder hat gesagt…

hallo desiree,

ja ich freue mich auch schon...wir beide werden den tee schon schaukeln ;)

また近いうちに ... bis bald

dein hashito

livi hat gesagt…

hallöchen Hashito

vielen dank für deine wunderbare tee-geschichte.....es hat gut getan an meiner tasse zu schlürfen und dabei seine geschichte lesen zu dürfen...ein moment der ruhr und des duftes!!!!livi

pudelflicka hat gesagt…

You make so nice toys !
Hedvig

Tausendschön hat gesagt…

ohhh was für eine wunderbare kombination!!! da wird sogar ein(e)nicht-teetrinker(in) verlockt ;-)
und verliebt, ind das herzige gesichtchen von hashito ;-)
llllllllllllecker!
liebste grüsse, silke

Iris H. hat gesagt…

och, da ist wieder so ein schnuckelmuckel. was du nur mit mir machst, liebe anja!! deine bären leben doch, also ehrlich.
deine teegeschichte gefällt mir natürlich auch, aber das bärli.....herzzerreißend!!

Sol hat gesagt…

Hei hei. Tusen takk for fine kommentarer i min blogg ;-} Du lager de herligste bamser. de er jo så søte. Veldig glad for at du fant min blogg! Ha en fortsatt fin sommer.

Allerlei hat gesagt…

Das war wider so süß
Und ich als Nur tee Trinker liebe das .
Zu einer guten tasse schöne Music und eine schöne Geschichte .
Obwohl ich im sommer fast nur unsern Tee aus paraquay rinke im tädärä weil er immer so schön kühlt