Donnerstag, 7. Dezember 2017

Kindheitserinnerungen und ein alter Bär...TREASURES & MEMORIES


Jetzt beginnt sie wieder die geschäftige Vorweihnachtszeit...die Suche nach passenden Geschenken...möglichst früh, so nehmen wir es uns zumindest jedes Jahr vor, damit wir das Bummeln über den Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Zimtwaffeln auch so richtig genießen können. Schon seit ein paar Wochen finden wir Lebkuchen, Baumbehang und Glühwein in den Supermarktregalen...es geht unaufhaltsam in die „gemütliche und beschauliche Jahreszeit“ über. Auch in der Needful Friends Bärenwerkstatt laufen die ersten Vorbereitungen für unsere diesjährigen Weihnachtsangebote. Wenn man Abends gemütlich bei Kerzenlicht seine Gedanken kreisen lässt, kommen einem häufig die besten Ideen und Anregungen und eigentlich durch Zufall stolperte ich über ein offensichtlich wieder ganz aktuelles Thema...Nostalgie, denn in der dunkelsten aller Jahreszeiten überfällt uns nicht selten dieses Ziehen und Zwicken in der Seele…wir werden nostalgisch.  Wir alle haben sie...die Erinnerungen an damals, als Weihnachten noch ganz anders gefeiert wurde, ohne Kaufrausch...einfach besinnlicher. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Weihnachten meiner Kindheit…...an den Heiligen Abend, an dem tagsüber die Wohnzimmertür verschlossen blieb...an den Glanz des Weihnachtsbaums mit seinen vielen Lichtern...dieser Moment, wenn die Tür am Abend endlich geöffnet wurde…die Geschenke an sich standen gar nicht im Vordergrund...eher die Stimmung, der Duft von Gänsebraten...der große Teller mit den vielen Naschereien...ich erinnere mich an all die vielen kleinen Geschenke, die oft einen eher ideellen Wert hatten.

An einen Karton gefüllt mir Poesiebildern...Glanzbilder nannten wir sie, weil Einige mit Silber- oder Goldglitzer versehen waren...Motive mit Engeln, Märchenfiguren, Weihnachtsglocken, Nikoläusen oder Lebkuchenmotiven. Wir haben sie mit passenden Sprüchen in die Poesiealben unserer Freundinnen geklebt. Ob es das heut noch gibt? Ich schaue bei google und finde sie tatsächlich...all die alten Motive in Neuauflage gedruckt. Ich suche weiter, ergänze die Suchbegriffe durch die Eingabe Kindheit, sammeln, Dachbodenfund. Mehr als 30 Seiten werden ausgeworfen und ich beginne etwas im Netz zu surfen...Links zu Auktionen und Anzeigen tauchen auf...da gibt es alte Bären, Puppen, Eisenbahnsammlungen in großem Angebot. An einer Kleinanzeige bleiben meine Augen sofort hängen...da schreibt jemand: Kindheit zu verkaufen...altes Spielzeug im Konvolut...ein alter Bär, Holzspielzeug, uralte Tonmurmeln...kleine Schätze, ein Stückchen Geschichte, eine Identität, die nun den Besitzer wechseln sollte. Ich kam zu spät, das Angebot war leider abgelaufen, aber es hat mich dennoch nicht losgelassen. Was waren die Beweggründe, dieses Stück Kindheit zu verkaufen? Wurde es auf dem Dachboden gefunden, nicht mehr gebraucht und noch schnell zu Geld gemacht, geschah es in Verbindung mit einem Todesfall aus emotionalen Gründen oder war es gar ein Notverkauf? Vor einigen Jahren erwarb ich einen uralten Bären, der seit mehr als 80 Jahren in Familienbesitz war...zum Bären gehörte eine ebenso alte handgeschnitzte Holzwiege, in der dieser Bär schon immer gelegen hatte...mitgeliefert wurde ein genauso altes Foto, worauf die Mutter der Besitzerin als kleines Mädchen mit dem Bären und der Wiege zu sehen war.

Ich erwarb den Bären als Komplettpaket mit der Wiege und dem Foto für eine stattliche Summe, die nunmehr die Tochter der mittlerweile verstorbenen Erstbesitzerin für Weihnachtsgeschenke auszugeben gezwungen war. Wie tragisch dachte ich damals...und immer, wenn ich den Bären ansehe, muss ich an dieses Schicksal denken. Aber die zu verkaufende Kindheit brachte mich dennoch auf die Idee, ein ganz besonderes Weihnachtspaket anzubieten...ein Stückchen Nostalgie und Erinnerung an eine vielleicht verlorengegangene, verkaufte und wiedergefundene Zeit...unsere Treasures & Memories Geschenkbox beinhaltet einen Bären im vintage Stil, gefertigt aus altem Sparsemohair und nostalgischem Christbaumschmuck. Box und der Bär sind jedes Jahr neu gestaltet und nur in der Vorweihnachtszeit erhältlich...der diesjährige bärige Freund ist erstmalig in diesem Jahr mit 25 cm etwas größer und einem alten Steiffschnitt angelehnt. Der Bär trägt eine rote Filzmütze und ein Lederhalsband mit roten Schellen. 


Donnerstag, 9. November 2017

Von den Inuit und der Klimaerwärmung ... ANUUK ein Polarbär


Ganz weit oben im Norden in Schnee und Eis liegt Grönland, die Heimat der Inuit. Eine Welt mit enormen Kontrasten...die Insel ist die größte der Welt und hat gleichzeitig die geringste Bevölkerungszahl. Grönland ist größer als Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Italien, Griechenland, der Schweiz und Belgien zusammen und doch sind die Grönländer eines der kleinsten Völker der Welt. Die bekannteste Volksgruppe ist das Urvolk der Inuit, auch als Eskimos bezeichnet. Die nördliche Polarregion ist auch die Heimat der Eisbären. Ein unsagbar kaltes und für uns Westeuropäer unvorstellbar ungemütliches Gebiet. Im Jahre 980 nach Christus wurde der Däne Erik der Rote von seiner Heimatinsel verbannt. Im Zuge einer Auseinandersetzung hatte er zwei Männer getötet. Zur Strafe wurde ihm sein Besitz genommen und er wurde für 3 Jahre des Landes verwiesen. Der Verstoßene segelte in Richtung Westen und erreichte eine riesige Insel, auf der er 3 Jahre unter unwirtlichen Bedingungen lebte. Nach seiner Rückkehr in Island schwärmte er von dem grünen Land: Grönland. 

Seine Beschreibung war allerdings etwas geschönt. Im arktischen Sommer gibt es wohl kleine Teile, die mit saftigem Grün bedeckt sind, die Hauptfläche ist jedoch von riesigen Eismassen überzogen, die bis zu 3000 m dick sein können. Das Inuit Urvolk lebt auch heute noch überwiegend von der Fischerei und der Jagd, von der der Eisbär leider auch nicht verschont ist. Der Polarbär wird wegen seines Bärenfells und des Specks gern gejagt, der Jagdtourismus tut zudem sein übriges. Der Bestand der Eisbären schrumpfte in den 50`èr und 60`èr Jahren auf nur 10.000 Tiere weltweit. Die Bedrohung der Bären war so drastisch, dass Kanada und Grönland ein Abkommen unterzeichneten, welches die Jagdquoten auf ein nachhaltiges Maß begrenzen soll. Es wird befürchtet, dass die Lebensräume der Eisbären durch die globale Erwärmung generell drastisch zurückgehen werden. Bei dem Rückgang des arktischen Meereises ist zu erwarten, dass bis Mitte des 21. Jahrhunderts 80% der gegenwärtigen Eisbärenpopulation verloren geht. Als Homage an den Eisbären entstand unser Anuuk, der den Auftakt zu unserem diesjährigen Weihnachtsangebot bildet. In dieser besinnlichen Zeit steigt der Konsum auch zu Lasten unserer Umwelt. Es gibt nur einen Luxus und das ist unsere Natur und ihre Erhaltung. Der Dichter und Umweltaktivist Wendell Berry sagte: Für was ich einstehe, ist das auf dem ich stehe. Anuuk ist ein uralter Stammname der Inuit Indianer aus Alaska und bedeutet 
"Der Bär"


Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Teddybär ist das einzige Spielzeug, das fast alles verlieren kann und dennoch seine Würde und seinen Wert behält...


Mit der dunklen Jahreszeit hält auch die Nostalgie Einkehr in unsere Seelen. Wir erinnern uns gerne an die gute alte Zeit, als alles noch besser und ruhiger war. Wie schön war es, als wir Kinder noch Zeit hatten mit unseren Freunden unterwegs zu sein und unsere Welt noch sorglos und alles noch heil war. Dabei neigen wir dazu, die Vergangenheit rosarot zu malen. Wir behalten überwiegend die positiven Erlebnisse und setzen sie zu einem romantischen Puzzle zusammen. Natürlich war auch früher nicht alles wunderbar, auch wir Kinder hatten unsere Sorgen und Nöte, die wir im Laufe der Jahre verdrängen und wie durch ein Sieb die schönen Dinge im Gedächtnis bleiben. Die Hochzeit unserer besten Freundin, der erste Kuss oder auch traurige Erinnerungen wie die Beerdigung eines geliebten Menschen. Während die Tage davor und danach längst verblasst sind, werden Ereignisse, die mit starken Emotionen verbunden sind als Momentaufnahme dieser Situation im Gedächtnis abgespeichert. Später erinnern wir uns oft verklärt, denn ein farbenfrohes Bild ist aus dem großen Archiv der Erinnerungen später leichter abrufbar. 

In Japan sagt man: Gute Erinnerungen tragen unser Leben. Je mehr positive Erinnerungen wir abgespeichert haben, umso glücklicher ist unser Leben. Wir erinnern uns an Momente, Situationen, Erlebnisse oder auch an Gerüche oder den Geschmack des Sonntagskuchens, den die Oma früher immer gebacken hat. Wir erinnern uns an unser Kuscheltier, das wir als kleines Kind immer dabei hatten, das uns Sicherheit und Beständigkeit gab. Und auch unser Teddybär hatte seinen ganz eigenen Geruch, der uns vertraut und lieb war. Wir erinnern uns an ihn als Gefährten unserer Kindheit. Er ist zum Teil unserer persönlichen Geschichte geworden. Eine Erinnerung, von der wir uns zeitlebens oft nicht trennen können. Viele Menschen heben Erinnerungstücke ihrer Kindheit ein Leben lang auf. Teddybären wurden leider auch schon mal tot geschmust und haben die Zeichen der Zeit nicht überlebt. Ein Stückchen Erinnerung und Kindheit kann unser Memory jedoch wiedergeben. Gefertigt aus altem handgewebten Bauernleinen um 1900 ist er nämlich selber schon ein Stückchen Geschichte und stammt aus einer Zeit, als alte Handwerkskunst noch hoch geschrieben wurde. Sein Leinenpelz ist edel und bodenständig zugleich...ein Teil Vergangenheit, die wir in diesem Bären noch einmal aufleben lassen. Ein Sprichwort sagt: Manchmal erkennen wir den Wert eines Moments erst dann, wenn er zur Erinnerung wird...

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Butternut Squash...


Der Butternuss Kürbis ist die Edelsorte unter den Kürbissen. Er wird aufgrund seiner Form auch als Birnenkürbis bezeichnet und gehört zu den Moschuskürbissen. Er ist weicher und gefälliger in der Verarbeitung als sein kleiner Bruder der Hokkaido Kürbis, der eine ausgesprochen feste Schale und ebenso festes Fruchtfleisch hat. Der Butternut Squash, wie er in englischen Sprachgebrauch genannt wird ist milder mit leicht nussiger Note und wird gern zusammen mit dem Hokkaido Kürbis für Suppen verarbeitet. Der Butternuss Kürbis ist in seinem Nährwert etwas gehaltvoller als andere Kürbisse. Er ist dennoch recht fettarm und reich an Vitamin C sowie Carotin, Calcium, Kalium und Magnesium. Seine Schale ist leicht gelblich, sein Fruchtfleisch zart, hellorange mit einer leichten Butternote, die ihm seinen Namen einbrachte. Eine Butternuss Kürbissuppe ist eine wahre Delikatesse, zudem ist er kühl gelagert recht lange haltbar, so lange er nicht aufgeschnitten wurde. Danach sollte er schnell verarbeitet werden. Mit Gewürzen darf man bei dem Prachtkerl ruhig etwas experimentieren. Knoblauch, Curry, Kurkuma und Chili gefallen ihm besonders gut. Seit einigen Jahren ist der Kürbis bei den Needful Friends fest im Programm und jedes Jahr um Halloween erhältlich. Dieses Jahr haben wir ihn als Butternuss Kürbis einmal ganz neu präsentiert und finden, dass er auch hervorragend in die bärige Cucina hinein passt. In Amerika wird der Butternut Squash gern als Süßspeise in Pie und Pudding verarbeitet. Unser kleines Männlein ist wie sein Hokkaido Bruder jedoch eher als Augenschmaus geeignet. Süß wie Pudding ist er allemal...


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Von einheimischen und tropischen Nüssen...


Der Herbst hat schon früh in diesem Jahr an unsere Tür geklopft. Die Blätter haben sich gefärbt und die ersten beginnen zu fallen. Eine farbenfrohe Jahreszeit beginnt, die mich immer gerne wieder in den Wald treibt. Der frische Duft von Moos, feuchten Blättern und Nadelzweigen ist nur ein Highlight des Waldspaziergangs. Jetzt finden wir Kastanien, Nüsse und Steinpilze, die jedes Sammlerherz höher schlagen lassen. Jetzt beginnt die herbstliche Bäckerei und Nüsse kommen hier ganz besonders zur Geltung. Der gemeine Hasel oder Haselnussstrauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse. Der Paranussbaum gehört zu den Tropenfruchtbaumgewächsen und ist in den Regenwäldern Südamerikas beheimatet. Wie alle Nussarten sind beide reich an Protein und Mineralstoffen. In der Needful Friends Bärenwerkstatt fanden eine tropische und eine einheimische Nuss auf wundervolle Art zusammen...HAZEL und BRAZIL NUT sind jeweils 12 cm groß und kommen in gefilzter Nussschale ins neue Heim. Die Bärchen gibt es zur Zeit zum Sonderpreis in unseren 

Donnerstag, 21. September 2017

...alt wie METHUSALEM...


Wenn jemand die 100 Lebensjahre überschritten hat, hören wir häufig er ist…alt wie Methusalem. Methusalem, der Großvater Noahs, wurde, laut dem 1. Buch Mose, wenn man der Bibel Glauben schenken darf, 969 Jahre alt. Kann es so etwas überhaupt geben? Die Geschichte der Israeliten und ihr Verständnis von der Entstehung der Welt, der Genesis, wurde lange Zeit mündlich überliefert. Erst Jahrhunderte später folgte die theologische Deutung und Niederschrift, so dass Übertragungsfehler nicht ausgeschlossen sind, denn Mond- und Sonnenzyklen wurden offensichtlich miteinander verwechselt. Aus 969 Mondjahren kann man 78,5 Lebensjahre ableiten, was schon wesentlich realistischer ist. Aber auch heute gibt es vereinzelt wirklich sehr alte Menschen. Forschungen ergaben, 150 Genvarianten sorgen für ein langes Leben. Eine Französin ist zZ mit 114 Jahren der derzeit älteste lebende Mensch der Welt. Eine Südfranzösin lebte 122 Jahre und 164 Tage und verstarb im Jahre 1997. Industrialisierung, bessere Hygiene und medizinische Fortschritte haben die Altersgrenzen nach oben verschoben. Was aber genau unsere Lebenserwartung bestimmt, ist unerschlossen. Zu viele Faktoren beeinflussen unsere körperliche Gesundheit und geistige Vitalität. 

Forscher der Boston Universität haben sich auf die Jagd nach den Methusalem-Genen gemacht und 150 verschiedene Merkmale im Erbgut identifiziert, die ein langes Leben versprechen können.  Wer viele Methusalem Gene in sich trägt, hat gute Chancen auf ein langes Leben. Dennoch wird gesundes Altern nicht allein durch Gene bestimmt, denn Rauchen, fehlende Bewegung und schlechte Ernährung sind immer noch die gängigsten Abkürzungen in den Tod. Unser Methusalem trägt weder die entsprechenden Gene in sich, noch muss er auf gesunde Ernährung achten. Die biologische Uhr eines Bären läuft unabhängig von den genannten Einflüssen weiter. Gute Pflege und Liebe ist jedoch auch für einen alten Bären unabdingbar und maßgeblich für ein langes Leben, denn auch der Teddybär feierte vor 114 Jahren seinen Geburtstag. Die wenigen Bären, die aus der Gründerzeit noch vorhanden sind, hätten alle den Namen Methusalem verdient und auch dieser Bär hat den Ausdruck und Charakter eines richtig alten Bären. Welche Geschichten könnte er uns wohl erzählen? Es wäre sicher genauso spannend ihm zu lauschen, wie die vielen Geschichten, die uns mancher 100- Jährige erzählen könnte…

Donnerstag, 31. August 2017

Vollzeit Prinzessin MAJA...


Es ist schon einige Jahrzehnte her...da hat man alte ausdruckstarke Bären der Gründerfirmen noch auf Flohmärkten, Dachböden oder Großmutters Erinnerungskiste gefunden, wo sie abgeliebt und vergessen ihr Dasein fristeten. Auch heute noch schlummert auf alten Dachböden und Speichern altes Spielzeug, das irgendwann einmal in staubige Schränke verbannt wurde, Dinge die offensichtlich keiner mehr braucht, oder die Platz für Neues machen mussten. Zwischen alten Kleidern, Büchern, Truhen und Kisten kann man so manchen Schatz entdecken und in Erinnerungen schwelgend auf eine spannende Zeitreise gehen. Der gute alte Petz war uns ein Freund mit grossem Anpassungsvermögen, Seelentröster und Begleiter in allen Lebenslagen. Nicht selten wurden auch diese treuen Gefährten später in Schachteln verpackt und auf Dachböden verstaut, wo sie Jahrzehnte geduldig auf ein besseres Leben gewartet haben, bis sie an neue Generationen weitergereicht wurden. Viele Bären haben den Lauf der Zeit nicht überlebt oder sie sitzen immer noch in verstaubten Ecken auf kalten Speichern und warten auf bessere Tage. 

Auch unsere Prinzessin Maja hat viele Jahre des Wartens hinter sich und es ist ganz offensichtlich zu erkennen, dass sie schon bessere Tage gesehen hat. Der Blick auf ihren alten Pelz, ihre aristokratische Haltung und ihre edle, etwas verschmutzte Kleidung zeigen, dass sie aus einem besseren Hause zu stammen scheint. Auch sie hatte vermutlich irgendwann ausgedient und wurde in den frühzeitigen Ruhestand auf den Dachboden verbannt. Dort hat sie viele kalte Winter und unerträglich heisse Sommer warten müssen. Maja hat für eine Prinzessin ein dunkles und unwürdiges Dasein fristen müssen, bis sie neu entdeckt und noch einmal für ihre Berufung als Seelentrösterin und treue Begleiterin zurechtgemacht und geschult wurde. Der heutige Arbeitsmarkt ist schonungslos und bietet nur wenig Platz für Vollzeit Prinzessinnen wie Maja. Wie oft hat sie die Worte sie sei nicht qualifiziert oder zu lange raus aus dem Geschäft gehört. Es hat sie etwas entmutigt, möchte sie doch auch noch einmal gebraucht und geschätzt werden. Sie hat viel zu bieten…ein stets offenes Ohr für Sorgen jeder Art, Treue und wahre Freundschaft. Maja möchte lieben und geliebt werden. Sie hat nicht verlernt, wie man repräsentiert und ihre vornehme Erscheinung hat auch nach vielen Jahren Speicherdasein nichts von ihrem Glanz verloren. Wer gibt unserer Vollzeit-Prinzessin noch einmal eine Chance? Ein Sprichwort sagt: Wenn sich eine alte Tür schliesst, öffnet sich eine Neue. Das wünschen wir auch unserer Maja, die eine wahre kleine Prinzessin ist.